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Aktuell Afrika

Frankreich fordert UN-Truppe für Mali

Der Militäreinsatz gegen die islamistischen Kämpfer in dem westafrikanischen Staat soll künftig unter UN-Führung laufen: Paris strebt eine entsprechende Resolution des Weltsicherheitsrates an.

Frankreich hat den UN-Sicherheitsrat offiziell um die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe für die Zeit nach dem französischen Militäreinsatz in Mali gebeten. "Französische Truppen werden nicht in Mali bleiben und es sollte eine Übergangszeit in den kommenden Wochen geben, bevor Blauhelme entsandt werden", sagte der französische UN-Botschafter Gérard Araud in New York. Der Sicherheitsrat habe zugestimmt, die Bitte zu prüfen.

Allerdings muss auch noch die Regierung in Mali offiziell um die Entsendung der Friedenstruppe bitten, bevor der Rat einen Entschluss fassen kann. Dann könnte es nach Ansicht des UN-Untergeneralsekretärs Hervé Ladsous ziemlich schnell gehen: "Es gibt einen Konsens darüber, dass es eine Friedenstruppe geben muss, wenn es die Umstände zulassen, und das könnte sehr schnell passieren".

UN sollen Federführung übernehmen

Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte in Paris, die Vereinten Nationen könnten bereits im April die Federführung der Mali-Mission übernehmen während die Westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS den militärischen Einsatz in Mali führe.

Frankreich will im März mit dem Abzug seiner Soldaten aus dem afrikanischen Land beginnen. Die französischen Truppen gehen seit dem 11. Januar gemeinsam mit afrikanischen Soldaten auf Bitten der malischen Regierung gegen Islamisten vor, die im vergangenen Jahr den Norden des Landes erobert hatten.

Derzeit sind in Mali fast 4000 französische Soldaten stationiert. Truppen der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS sollen sie ablösen.

re/GD (rtr, afp,dpa)

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