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Aktuell Afrika

Frankreich fliegt neue Angriffe

Frankreich hat seine Luftangriffe auf islamistische Rebellen im Norden Malis fortgesetzt. Mindestens zwölf Soldaten starben, darunter auch ein französischer Hubschrauberpilot.

French Army Communications Audiovisual office (ECPAD), Foto: reuters

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Frankreichs Regierung bestätigte die Fortsetzung der Militäroperation in dem westafrikanischen Staat.  "Luftangriffe gibt es laufend. Es gibt sie jetzt, es gab sie in dieser Nacht, es wird sie morgen geben", sagte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian im Fernsehen.

Der Vormarsch der Rebellen sei noch nicht gestoppt, warnte er. Bei den Kämpfen um die Stadt Konna wurden nach offiziellen Angaben ein französischer Hubschrauberpilot und elf malische Soldaten getötet.

Video ansehen 01:41

Militäreinsatz gegen Rebellen in Mali

  

Aus malischen Sicherheitskreisen verlautete, ein führender Kommandeur der islamistischen Rebellengruppe Ansar Dine sei in Konna getötet worden. Ansar Dine besteht vorwiegend aus Tuareg vom Stamm der Ifoghas. Sie ist eine der drei islamistischen Gruppen, die derzeit den Norden Malis kontrollieren. Das westafrikanische Land war nach einem Putsch im Frühjahr 2012 ins politische Chaos gestürzt.

Erfolgreiche Gegenoffensive        

Die Islamisten hatten vor wenigen Tagen auch die Stadt Konna eingenommen und waren von dort aus weiter nach Süden vorgerückt. Die malische Armee startete daraufhin mit französischer Luftunterstützung eine Gegenoffensive, bei der sie nach heftigen Kämpfen Konna zurückerobern konnte.

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) will am Mittwoch in einer Dringlichkeitssitzung über die Lage in Mali beraten. Soldaten der ECOWAS werden in Kürze in der Krisenregion erwartet. Der Weltsicherheitsrat hatte schon im Dezember dafür grünes Licht gegeben.

Frankreichs Präsident Francois Hollande, REUTERS/

Wegen des Militäreinsatzes in Mali ist Präsident Hollande in Sorge um die Sicherheit im eigenen Land

Der Konflikt im westafrikanischen Mali hat Auswirkungen auch auf die Sicherheitslage in Frankreich. Aus Angst vor Racheakten radikaler Islamisten wies Präsident Francois Hollande die zuständigen Stellen an, den Schutz von Regierungsgebäuden sowie von Einrichtungen des öffentlichen Nahverkehrs zu verstärken.

haz/re (rtr, dpa, dapd)

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