Frankreich beendet Militäreinsatz in Zentralafrika | Aktuell Afrika | DW | 31.10.2016
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Afrika

Frankreich beendet Militäreinsatz in Zentralafrika

Offiziell ist die Mission erfüllt. Doch der französische Außenminister betont, Soldaten der Grande Nation blieben auch weiterhin in Zentralafrika "präsent, aktiv und wachsam". Denn die Gewalt dauert an.

Frankreich hat offiziell das Ende seiner Militärmission in der Zentralafrikanischen Republik erklärt. Innerhalb von drei Jahren sei es der Einsatztruppe "Sangaris" gelungen, "zahlreiche Leben zu retten", erklärte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian bei einem Besuch in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui.

Die Truppe umfasste zeitweise bis zu 2500 Soldaten. Angesichts der anhaltenden Gewalt bleiben 350 französische Armeeangehörige als Interventionskräfte am Ort, die künftig die UN-Blauhelmtruppe MINUSCA unterstützen sollen. Die Friedenstruppe umfasst rund 12.500 Soldaten und Polizisten. Diese gelten aber als weniger gut ausgerüstet und nicht so flexibel einsetzbar wie "Sangaris". Le Drian sagte, französische Soldaten blieben in dem Land "präsent, aktiv und wachsam". Notfalls könne Frankreich dank seiner Truppen im Nachbarland Tschad auch weiterhin intervenieren.

In der Zentralafrikanischen Republik, einem der ärmsten Länder der Welt, gilt ein brüchiger Friede. Seit Ende vergangener Woche sind bei Kämpfen in Bambari und Bangui mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Kämpfe zwischen muslimischen Rebellen und Milizen der christlichen Mehrheit hatten das Land im Jahr 2013 in einen Bürgerkrieg gestürzt. Hunderttausende flohen vor der Gewalt.

jj/uh (dpa, afp)