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Aktuell Kultur

Frankfurter "LiBeraturpreis" für Raja Alem

Eine der wichtigsten Auszeichnungen für Autorinnen und Autoren aus Afrika, Asien und Lateinamerika geht in diesem Jahr an die aus Saudi-Arabien stammende Schriftstellerin Raja Alem.

Der "LiBeraturpreis" wird seit 1987 vergeben und richtet den Blick auf Neuerscheinungen aus Regionen, die normalerweise nicht so im Fokus des literarischen Lebens in Deutschland stehen.

Die Jury hat nun bekanntgegeben, wer den Preis in diesem Jahr bekommt: die 1970 in Mekka geborene Schriftstellerin Raja Alem. Sie erhält die Auszeichnung für ihr Buch "Das Halsband der Tauben". Darin beschäftigt sie sich - im Gewand eines Kriminalromans - mit der Stellung der Frau in islamischen Gesellschaften.

Umfangreiches Werk

Raja Alem ist seit vielen Jahren literarisch tätig, veröffentlichte zahlreiche Romane, Theaterstücke und Kurzgeschichten. Die Autorin erhielt für ihr Werk unter anderem den UNESCO-Preis für arabische Autorinnen (2005).

Zur Begründung der diesjährigen Auszeichnung mit dem "LiBeraturpreis" sagte der Publizist Karl-Markus Gauß, der in diesem Jahr in der Jury ist: Das Buch sei "ein Krimi, eine literarische Studie über den weiblichen Körper in der islamisch geprägten Gesellschaft, ein Großstadtroman über Mekka, den heiligen Moloch." Der Roman biete "eine Zeitreise aus der modernden Gegenwart der Stadt Mekka bis in vorislamische Zeiten" und sei zudem "sinnlich, spannend, polemisch - und sehr gescheit."

Vergabe während der Buchmesse

Der Preis wird am 11. Oktober verliehen, traditionell während der Frankfurter Buchmesse (8.-12.10.2014). Er wird inzwischen von der Messe und der Gesellschaft "litprom" verliehen und ist mit 3000 Euro dotiert. In Deutschland ist "Das Halsband der Tauben" im Unionsverlag erschienen.

jk/nf (epd/Unionsverlag)

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