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Kultur

Frankfurter Buchmesse feierlich eröffnet

Traditionelles Buch trifft auf modernes E-Book – und finnische Coolness. Auf der 66. Frankfurter Buchmesse zeigen rund 7.000 Aussteller Bücher und digitale Anwendungen. 300.000 Besucher werden erwartet.

Vom 8. bis 12. Oktober steht Frankfurt wieder ganz im Zeichen des Buches. Gastland ist in diesem Jahr Finnland. Die größte Bücherschau der Welt wurde am Dienstag von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und dem finnische Präsident Sauli Niinistö feierlich eröffnet. Diverse Veranstaltungen und Preisverleihungen stehen in den kommenden Tagen an. Unter anderem werden der Deutsche Jugendliteraturpreis sowie der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels vergeben. Ein Preisträger wurde bereits geehrt: Lutz Seiler erhielt für seinen Roman "Kruso" den Deutschen Buchpreis.

Tradition trifft Moderne

Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruchprozess: Das digitale Buch tritt immer stärker neben das gedruckte. Der Buchmarkt werde sich zweiteilen, sagt Joachim Unseld, Chef der Frankfurter Verlagsanstalt (FVA) voraus: "Hier die Leser, für die nur der Inhalt zählt, die Taschenbücher kaufen und sie danach wegwerfen oder gleich elektronisch lesen. Dort die Leser, die eine schöne Typographie, hochwertiges Papier, einen gut gestalteten Umschlag zu schätzen wissen und das Buch nach der Lektüre ins Regal stellen wollen."

Finnische Coolness

"Finnland. Cool" - so das Motto der Buchmesse 2014. Doch warum sind die Finnen so cool? In der Literatur werden die Bewohner des diesjährigen Gastlandes häufig als unterkühlt porträtiert, daher die Wahl des Mottos. Ein beherrschendes Thema, das die gegenwärtige finnische Literatur beschäftigt, sind die Gewalteruptionen des 20. Jahrhunderts, wie der Bürgerkrieg 1918 und der Zweite Weltkrieg. Über 80 finnische Autoren haben ihren Besuch angekündigt. Nächstes Jahr wird Indonesien die Gastland-Rolle auf der Frankfurter Buchmesse übernehmen.

cc, as (dpa / epd)