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Kultur

Frankfurter Buchmesse blickt nach Asien

7000 Aussteller aus 100 Ländern. Das sind die nackten Zahlen der bevorstehenden weltgrößten Buchmesse in Frankfurt. Dahinter verbergen sich interessante Akzentverschiebungen.

Die Frankfurter Buchmesse wirft ihre Schatten voraus. Nach Angaben von Direktor Juergen Boos gibt es im Zuge der zunehmenden Globalisierung einige Veränderungen gegenüber den letzten Jahren. So steige der Anteil der Anbieter aus Asien sichtbar. Das sei vor allem auf die wachsende Mittelschicht in Staaten wie China und Südkorea zurückzuführen. Diese Nationen hätten ein starkes Bedürfnis, ihre Kultur ins Ausland zu exportieren. Bei der bevorstehenden Messe (8.10.-12.10.2014.) würden die Teilnehmer aus dem Ausland 64 Prozent der Stände ausmachen. Dass der Anteil westeuropäischer und nordamerikanischer Anbieter zurück gehe, läge aber auch an einer Konzentrationsbewegung in der Verlagswelt.

Gastland ist in diesem Jahr Finnland. Von dort werden rund 60 Autoren erwartet. Boos sagte in Frankfurt, es gäbe bereits eine starke Nachfrage anderer Nationen, sich in Frankfurt präsentieren zu dürfen. Im kommenden Jahr ist Indonesien Gastland, im Jahr darauf die Niederlande und Flandern.

Wichtige Preise

Während der Messe in Frankfurt werden zahlreiche Preise verliehen. Zum ersten Mal gibt es einen Publikumspreis für das schönste Buch. Dafür sind bereits über 120.000 Stimmen abgegeben worden. Wichtigster Preis ist der "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels", der traditionell am Messe-Sonntag im Frankfurter Römer überreicht wird. In diesem Jahr geht er an den US-Internet-Pionier Jaron Lanier. Die Laudatio wird der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, halten.

Digitaler Wandel

Insgesamt werden zur größten Buchmesse der Welt laut Boos rund 300.000 Besucher erwartet. Geplant sind über 3500 Veranstaltungen rund um das Buch. Viele Veranstaltungen beschäftigen sich auch wieder mit dem digitalen Wandel innerhalb der Branche. Zahlreiche Autoren stellen ihre Neuerscheinungen vor, unter anderem haben sich Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, der weltweit erfolgreiche brasilianische Autor Paulo Coelho und die deutschen Schriftsteller Judith Hermann und Wilhelm Genazino angekündigt.

Jk/rey (dpa/epd/Messe)