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Fußball

Frankfurt scheitert im Champions-League-Finale

Europas Fußball-Krone der Frauen geht nach Frankreich. Im Endspiel der Champions League in München unterliegt der 1. FFC Frankfurt den Spielerinnen von Olympique Lyon mit 0:2.

Frankfurts Sara Thunebro (r.) und Camille Abily von Lyon im Kopfball-Duell (Foto: dpa)

Frankfurts Sara Thunebro (r.) und Camille Abily von Lyon im Kopfball-Duell (Foto: dpa)

Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt hatten es in der Hand: Vor einer Rekordkulisse von rund 50.000 Zuschauern im Münchner Olympiastadion wollten sie im Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon die bislang verkorkste Saison vergessen machen. In der Bundesliga war der FFC nicht über den vierten Platz hinausgekommen, das DFB-Pokal-Finale hatte Frankfurt am vergangenen Wochenende mit 0:2 gegen Bayern München verloren. Doch auch in der europäischen Königsklasse des Fußballs gingen die Frankfurterinnen leer aus und unterlagen mit 0:2 (0:2). Ein verwandelter Foulelfmeter und ein Traumtor der Französinnen schon in der ersten Halbzeit besiegelten die Niederlage.

Von Beginn an suchten die Frankfurterinnen ihr Heil in der Offensive – und dies ohne eine gelernte Angreiferin und gegen die wohl beste europäische Mannschaft, die im laufenden Wettbewerb erst ein Gegentor erhalten hatte. Nach fünf Minuten trat Melanie Behringer gleich vier Eckbälle nacheinander, einer flog direkt auf das Tor und bereitete Torhüterin Sarah Bouhaddi einige Schwierigkeiten.

Ein Elfmeter und ein Traumtor

Camille Abily (o.) feiert mit Sabrina Viguier (r.) und Amandine Henry (M.) nach ihrem Treffer zum 2:0 für Lyon (Foto: dpa)

Camille Abily (o.) feiert mit Sabrina Viguier (r.) und Amandine Henry (M.) nach ihrem Treffer zum 2:0 für Lyon

Große Chancen erspielte sich der deutsche Rekordmeister allerdings nicht, stattdessen geriet der 1. FFC durch eine unglückliche Aktion von Behringer in Rückstand. Erst schlug die Nationalspielerin den Ball nicht weg, dann verlor sie den Ball an Shirley Cruz Trana und riss die Französin dann auch noch im Strafraum zu Boden. Trana verwandelte den fälligen Foulelfmeter gleich selbst (15.).

Keine Viertelstunde später wurde das Loch, dass sich der dreimalige Sieger des UEFA-Cups gegraben hatte, noch viel größer. Beim Kopfball der schwedischen Nationalspielerin Lotta Schelin an den Pfosten hatte Frankfurt noch Glück (25.), doch kurze Zeit später stand es 0:2. Desiree Schumann kam bei einem langen Pass weit aus ihrem Tor heraus, köpfte kurz hinter der Strafraumlinie den Ball weg, allerdings genau auf den Fuß von Camilly Abily, die aus rund 25 Metern volley ins verlassene Tor traf (28.).

In der zweiten Spielhälfte versuchten die Frankfurterrinnen zu einem schnellen Anschlusstor zu kommen, doch dies gelang nicht. Sie erarbeiteten sich zwar zeitweise ein leichtes Chancenplus, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Die größte Chance hatte Melanie Behringer in der 73. Minute per Kopf, doch sie scheiterte an Bouhaddi im Tor von Olympique Lyon. Die Französinnen verlegten sich auf Konter und hätten durchaus noch den dritten Treffer erzielen können, doch am Ende blieb es beim 0:2.