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Sport

Frankfurt kann Mainz nicht knacken

Mainz bleibt als Fußballfestung uneinnehmbar. Zumindest für Eintracht Frankfurt. Trotz Pausenführung bleibt es für die Hessen am Ende doch bei einem Unentschieden. Die Mainzer machen dabei beide Tore.

Vierzehn Duelle haben sich Mainz 05 und Eintracht Frankfurt geliefert in der ersten und zweiten Liga. Die Bilanz nach dem 1:1 (0:1) am Freitag: die Zahl der Unentschieden erhöht sich auf acht, Mainz 05 verzeichnet nach wie vor sechs Heimsiege. In der fußballerisch äußerst schwachen Partie erzielten der Mainzer Kapitän Stefan Bell per Eigentor (37. Minute) und Suat Serdar (71.) die Tore. "Wir nehmen den Punkt einfach mit", sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac, "Wir haben es nicht geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten im Angriff noch druckvoller sein und den Außenverteidiger mitnehmen. Das hat nicht geklappt."

Eintracht im Windschatten

1. Bundesliga 10. Spieltag | 1. FSV Mainz - Eintracht Frankfurt | TOR Frankfurt (Reuters/K. Pfaffenbach)

Indirekter Torschütze: Frankfurts Wolf wird nach dem 1:0 von seinen Teamkameraden bejubelt

"Diesmal schaffen wir es!" Mit diesem Mantra waren die Frankfurter nach Mainz gefahren. Gesicht dieser Entschlossenheit: Sebastien Haller, der wuchtige Angreifer, der Fans und Trainer seit seiner Ankunft im Sommer viel Freude macht. Unter der Woche schoss er sein Team mit einem Doppelpack ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Auch in der Liga war er schon vier Mal erfolgreich. Mit seiner Spielweise verkörpert er quasi im Kleinen das Auftreten des gesamten Frankfurter Teams. Eckig und wenig elegant, aber zweikampfstark und erfolgreich. In der ersten Hälfte in Mainz war allerdings auch das nur in Ansätzen zu sehen. Letztlich führte ein Aussetzer des Mainzers Daniel Brosinski zum Führungstreffer. Frankfurts Marius Wolf luchste ihm den Ball ab, dessen scharfe Hereingabe lenkte Bell ins Tor. Zu diesem Zeitpunkt stand Frankfurt plötzlich auf Rang vier der Tabelle. Im Windschatten von Dortmund, Leipzig und den Bayern haben die Frankfurter eher im Stillen die Punkte gesammelt.

Tabellenfahrstuhl abwärts

Früh in der zweiten Hälfte hätte Ante Rebic diesen "Windschattenplatz" festigen können. Doch er scheiterte am jungen Mainzer Keeper Robin Zentner, der bei seinem Bundesliga-Debüt eine gute Figur machte (48.). Danach kam aber nicht mehr viel von der Kovac-Elf. Gefährliches von Mainz eigentlich auch nicht. Bis die Hausherren auch einen Abwehrfehler ausnutzten. Der Abpraller eines Eckballs kam über Muto zu Serdar, der aus wenigen Metern humorlos einschoss. In diesem Moment sank das Traumtabellensoufflé der Eintracht-Fans in sich zusammen. Doch wieder nur Rang sieben, statt erweiterter Spitzengruppe. Ihre Mannschaft wehrte sich dagegen kaum noch. "Es war das dritte Spiel in dieser Woche", erklärte Frankfurts Wolf den fehlenden Siegeswillen in der Schlussphase.

Mainz muss nach unten schauen

1. Bundesliga 10. Spieltag | 1. FSV Mainz - Eintracht Frankfurt | EIGENTOR Mainz (Imago/J. Huebner)

Chancenlos beim Eigentor: FSV-Kapitän Bell

“Es ist ein gutes Gefühl, zu Hause wieder gepunktet zu haben", sagte Bell, der Mainzer Kapitän. Das dürfte aber schon alles Positive sein, was die Gastgeber aus dieser Partie mitnehmen. Im Angriff waren die Mainzer viel zu harmlos, trotz großen Einsatzes. Die Strategie, die Heimstärke auszuspielen ging diesmal auch nur zum Teil auf. Gleich drei Teams haben an diesem Spieltag nun die Gelegenheit  in der Tabelle vorbei zu ziehen. Am nächsten Spieltag müssen die Nullfünfer wieder in die Fremde: Und auswärts zählen sie mit gerade mal einem Punkt zu den schwächsten Teams der Liga. 

 

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