1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Service

"Fragen wir einmal andersherum"

Die ethnischen Konflikte in der sudanesischen Region Darfur, Sinn und Unsinn der Militäraktionen im Irak und der Abzug der US-Truppen aus Deutschland beschäftigen die DW-WORLD-User. Und was sagen Sie dazu?!

default

Wer hat welche Interessen im Sudan?

Es ist schon wie eine Gehirnwäsche, wie die CNN die Darfurkrise wiederholt. Je mehr sich aber diese Bilder und Worte einprägen, je mehr wird mir bewusst, wie weit weg dieses Problem von der Hauptstadt Khartoum ist, dort wo es fast alles gibt und nichts den Anschein hat, als gäbe es das Problem überhaupt. (Christian Mühlenberg)

Eine Landkarte, die ich beim ZDF sah, zeigte, dass die Öllagerstätten weit in das Gebiet der Opfer hineinreichen. Man schafft sich Leute vom Hals - oder lässt dies tun -, die andernfalls am Geldsegen zu beteiligen wären und/oder die Förderung behindern könnten. (Joachim Kühnel)

Fragen wir einmal andersherum: Wenn die Regierung in Khartum christlich-animistisch wäre, wen würden sie dann wohl unterstützen und wie lange hätten die moslemischen Milizen dann noch Waffen? Falls sie überhaupt je welche gehabt hätten? Und wann würden die USA einschreiten, um dem von den UN festgestellten Völkermord Einhalt zu gebieten? Klar: Sobald in Darfur Erdölvorkommen festgestellt werden! (Manfred Salewski)

Irak: Sollten sich die Amerikaner aus Nadschaf zurückziehen?

Nicht nur aus Nadschaf sollten sich die Amerikaner zurückziehen, sondern aus dem gesamten Irak, wenn sie eine Neuauflage von Vietnam vermeiden wollen. Es ist nahezu unglaublich! Erst liefert Bush-Vater, nachdem er sie zum Aufstand gegen Saddam angestachelt hat, durch unterlassene Hilfeleistung die Schiiten Saddam Hussein ans Messer. Und nun ist Bush-Sohn dabei, den Rest der Schiiten durch Bombardements auszurotten. (Manfred Salewski)

Die US-Kriegsverbrecher sollten sich nicht nur aus Nadschaf, sondern aus dem gesamten Irak zurückziehen. Jeder Widerstand gegen die illegalen Besatzer ist legitim. Erstaunlich sind Formulierungen wie: "...die Amerikaner...wollen Ruhe" und "...den Versuch eines Übergangs zu Freiheit und Demokratie noch weiter behindern". Saddam wollte eigentlich auch nur (Friedhofs-)"Ruhe". Zu behaupten, dass die USA Freiheit und Demokratie bringen wollen, ist nach ihren offenkundigen Lügen und Verbrechen entweder dummdreist oder gut bezahlt. (Axel Benin)

Ende einer Ära: Die US-Truppen ziehen aus Deutschland ab

Truppenabzug bedeutet, dass es noch mehr Arbeitslose geben wird. Ein Riesenspektrum an Firmen mit Aufträgen für die US Army blutet aus. Zigtausende Arbeitslose mehr in Deutschland. Was macht man mit den treuen Zivilangestellten der US Armee, die loyal viele Jahre ihrem Arbeitgeber zur Seite standen? Hilft die US Army diesen Beschäftigen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden? (Detlev Rosentritt)

Als der Truppenabzug von der Air Base Hahn im Hunsrück abgeschlossen war, war das schon ein nicht mehr gutzumachender Schaden für den ganzen Hunsrück. Eine Wirtschaftsmacht von 250 Millionen DM jährlich ging verloren. Nun wollen die USA auch noch den Standort Baumholder schliessen, eine Tragödie für den strukturschwachen Hunsrück. Ganz abgesehen vom Verlust der bi-lateralen Beziehungen. (Volker Weber)

Rumsfelds Vorhaben deutete auf eine militärisch-politische Umschichtung hin. Mit der Erweiterung der EU sollen nun die Europäer künftig mehr Verantwortung für ihre Verteidigung übernehmen, denn die alte Ost-West-Front ist nun aufgelöst. In Asien, mehr als Afrika, liegen heute die Zentren der Krisen: z.B. Nahost, Indien (Kaschmir). Die USA sind die einzige politische Macht, die polizeiliche Aufgaben effektiv übernehmen können. Ob man das akzeptieren möchte oder nicht, ohne Amerika wäre die Welt noch unstabiler als sie augenblicklich ist. (Kai Nicholson)

Anmerkung in eigener Sache:

Wir freuen uns über jede Zuschrift, aber wir können nicht alle Leserbriefe veröffentlichen. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Die Inhalte geben die Meinung der User, nicht die Meinung der Redaktion wider.

Sie wollen noch einmal nachlesen, wovon in den jeweiligen Artikeln die Rede war? Dann klicken Sie auf untenstehende Links!



Die Redaktion empfiehlt

  • Datum 21.08.2004
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/5SwU
  • Datum 21.08.2004
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/5SwU