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Aktuell Europa

Früherer irischer Regierungschef Albert Reynolds gestorben

Er war ein zentraler Akteur in der Beilegung des Nordirlandkonflikts: Albert Reynolds. Jetzt ist der frühere Ministerpräsident im Alter von 81 Jahren verstorben.

Als Regierungschef hatte Albert Reynolds, nachdem er 1992 an die Spitze der Regierung in Dublin gerückt war, bis 1994 eine zentrale Rolle bei den Friedensverhandlungen für Nordirland gespielt. Während seiner knapp drei Jahre langen Amtszeit arbeitete der erfolgreiche Geschäftsmann engagiert an einer Lösung des Nordirland-Konflikts.

Ein Wegbereiter der IRA-Entwaffnung

Gemeinsam mit dem damaligen britischen Premier John Major unterschrieb er 1993 eine gemeinsame Erklärung über das Selbstbestimmungsrecht der Iren, die den Weg für eine Waffenruhe der damals bewaffneten Untergrundorganisation

IRA

ebnete. Im Jahr 1994 erreichte er die Zusage eines Waffenstillstands durch die Irisch-Republikanische Armee (IRA). Die IRA kämpfte drei Jahrzehnte lang gewaltsam für den Anschluss Nordirlands an die mehrheitlich katholische Republik Irland, bevor sie im Jahr 2005 offiziell der Gewalt abschwor.

Gerry Adams, Chef der nordirischen

Sinn-Fein-Partei

, die als politischer Arm der IRA gilt, würdigte Reynolds im Online-Kurznachrichtendienst Twitter: "Albert Reynolds hat gehandelt, als es darauf ankam." Der stellvertretende nordirische Regierungschef Martin McGuinness erklärte, er sei "sehr traurig". Albert sei ein Friedensstifter gewesen".

Reynolds litt zuletzt an Alzheimer im Endstadium, wie sein Sohn Philip mitteilte.

pab/ haz (dpa, AFP, Reuters)

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