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Ostmitteleuropa

Früherer CSSR-Ministerpräsident Strougal vor Gericht

– Er soll den Behörden untersagt haben, den Tod von politischen Häftlingen zu untersuchen

Prag, 16.12.2001, RADIO PRAG, deutsch

Als bisher höchster Funktionär des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei muss sich der frühere Regierungschef Lubomir Strougal ab Montag (17.12.) vor Gericht verantworten. Er soll 1965 als Innenminister den Behörden untersagt haben, den Tod von drei politischen Häftlingen zu untersuchen. Sie waren nach brutalen Verhören der Geheimpolizei bei einem inszenierten Fluchtversuch getötet worden. Dem heute 77-jährigen drohen bis zu zehn Jahre Haft. Strougal weist die Anschuldigungen zurück. Bei einer Verurteilung zu einer Haftstrafe wäre er der zweite hohe Vertreter des CSSR-Regimes, der wegen seiner Taten vor der politischen Wende von 1989 ins Gefängnis muss. Der frühere KP-Funktionär Miroslav Stepan musste Anfang der 90-er Jahre wegen Machtmissbrauchs zwei Jahre Haft absitzen. (ykk)

  • Datum 17.12.2001
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