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Fußball

Früher Matchball für Dortmund

Es wird immer enger in der Fußball-Bundesliga: Am 32. Spieltag kann sich der BVB zum Meister machen, Gladbach den Schalkern Platz drei abjagen und Hertha den Kölnern die Relegation streitig machen.

Das Gesicht von Mats Hummels von Borussia Dortmund wird vom Spielball verdeckt (Foto: dpa)

Das Gesicht von Mats Hummels von Borussia Dortmund wird vom Spielball verdeckt

Spannung pur herrscht in der Fußball-Bundesliga. Der 32. und damit drittletzte Spieltag steht auf dem Programm und da könnten die ersten Entscheidungen fallen – Vorentscheidungen wird es auf jeden Fall geben. So kann Spitzenreiter Borussia Dortmund mit einem Heimsieg gegen die Namenscousine aus Mönchengladbach die Titelverteidigung auch rechnerisch klar machen. Entsprechend warnt BVB-Coach Jürgen Klopp alle, sich schon jetzt zurückzulehnen: "Ich erwarte von meiner Mannschaft und ehrlich gesagt auch von jedem einzelnen Zuschauer der am Samstag ins Stadion kommt, eine einhundertprozentige Wettkampfbereitschaft."

Der Mönchengladbacher Torschütze Tony Jantschke (M.), jubelt mit Marco Reus (M.r.) und Martin Stranzl (l.) (Foto: dpa)

Marco Reus feiert mit seinen Mönchengladbachern, bald stürmt er für Gegner Dortmund

Doch die Gladbacher werden sich wehren, denn sie wollen ihrerseits gewinnen und damit dem FC Schalke noch Platz drei, also die direkte Champions-League-Teilnahme streitig machen. Gladbachs Stürmer Marco Reus, der im Sommer nach Dortmund wechseln wird, meint: "Wir können das nicht beeinflussen, wie Schalke spielt, sondern wir müssen uns – wie schon die gesamte Saison – auf uns konzentrieren und versuchen das Bestmögliche rauszuholen." Das seien neun Punkte in den noch verbleibenden drei Spielen und die versuche man zu holen, betont Reus selbstbewusst.

Der FC Schalke bald ohne Raúl

Allerdings haben die Gelsenkirchener mit dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg am Sonntag (22.04.2012), zumindest auf dem Papier, die leichtere Aufgabe. Zeigen muss sich aber noch, wie Schalke mit dem von Superstar Raúl zum Saisonende angekündigten Abschied klar kommt. Logisch, dass S04-Trainer Huub Stevens versucht, Zuversicht auszustrahlen: "Nach der Saison verabschiedet sich Raúl von der Mannschaft, aber jetzt noch nicht." Darum gehe er davon aus, dass der Spanier alles geben werde und die anderen Spieler ihm das auch zurückgeben würden, meint Stevens.

Der FC Bayern will den Dortmundern auswärts bei Werder Bremen die Meisterschaft wohl nicht mehr streitig machen, denn schon am letzten Spieltag ließ Trainer Jupp Heynckes seine Münchener beim 0:0 in Mainz nicht in Top-Besetzung auflaufen. Und sollte der Rekordmeister in Bremen nicht gewinnen, wäre der BVB bereits deutscher Meister, bevor er in der späten Samstagspartie auf Mönchengladbach trifft.

Der Kampf um den Relegationsplatz

Während der VfB Stuttgart mit einem Dreier beim 1. FC Köln der Europa-League-Qualifikation einen Schritt näher kommen möchte, sind die Gastgeber im Kampf gegen den Abstieg fast schon zum Siegen verdammt. Denn sollten die Rheinländer nicht drei Punkte einfahren und gleichzeitig Hertha BSC beim 1. FC Kaiserslautern gewinnen, würden sie den Relegationsplatz 16 an die Berliner verlieren.

Kölns Lukas Podolski, Kevin McKenna, Odise Roshi, Torwart Michael Rensing und Trainer Frank Schaefer gehen niedergeschlagen vom Spielfeld (Foto: dpa)

Körpersprache: Die Kölner Podolski, McKenna, Roshi, Rensing und Trainer Schaefer (l.-r.) schleichen vom Platz

Für Otto Rehhagel ist das Spiel beim FCK eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Entsprechend weiß der Hertha-Coach, was in der Pfalz auf sein Team zukommt: "Ich muss meine Leute nur warnen, dass sie nicht glauben, dass das so einfach wird, nur weil jetzt der vermeintliche Absteiger kommt." Kaiserslautern werde in Berlin nichts verschenken. Man müsse von der ersten Minute an topfit sein in Geist und Körper, um dieses Spiel für sich zu entscheiden, beschwört der Trainer-Routinier.

Kein Spiel ist bedeutungslos

Für 1899 Hoffenheim und Bayer 04 geht es um die Europa-League-Plätze. Mit einem Heimsieg wahrt der Tabellen-Neunte aus Hoffenheim die Chance auf Europa, während der Fünfte aus Leverkusen nicht verlieren sollte, um sicher auf den Qualifikationsrängen zu bleiben.

Auch der Siebte Hannover 96 will in der nächsten Saison international spielen, doch um den Achten Werder Bremen auf Distanz zu halten müssen die Niedersachsen ihr Heimspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag (22.04.2012) möglichst erfolgreich gestalten.

Der VfL Wolfsburg musste auf Rang zehn einen Rückschlag in Sachen Europa League hinnehmen: Zum Auftakt des 32. Spieltags reichte es beim FSV Mainz nur zu einem 0:0-Unentschieden. Mainz ist der Klassenerhalt damit so gut wie nicht mehr zu nehmen.

Den Klassenerhalt sicher hat der 1. FC Nürnberg, doch leicht wird es der "Club" dem Hamburger SV, der noch nicht ganz gerettet ist, nicht machen.

Hinweis: Die Deutsche Welle berichtet am Samstag (21.04.2012) in ihrem Live-Stream vom 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga ab 16.05 MESZ.

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