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Kultur

Fotos, Schätze, Plagiate

Fotografie aus Südafrika, Relikte aus dem Heiligen Land und Ausstellungen rund um Rembrandt, Cendrars und Chagall locken kunstbegeisterte Besucher aus aller Welt.

Marc Chagall, Le Cocher 1924 (Foto: ADAGP Paris)

Marc Chagall, Le Cocher 1924

Ein Südafrikaner in New York

Ein Junge steht vor frisch aufgeschütteten Gräbern in Südafrika (Foto: David Goldblatt)

David Goldblatt fotografierte diesen Jungen vor Gräbern in Südafrika

50 Jahre lang fotografierte der Südafrikaner David Goldblatt Vielschichtigkeit und Widersprüche seines Geburtslandes. Die Bilder erzählen von gesellschaftlicher Ungerechtigkeit und Rassentrennung in Südafrika, die trotz veränderter politischer Vorzeichen noch immer dort herrschen. Goldblatt selbst gehörte als Sohn jüdischer Einwanderer gleichzeitig der weißen Oberschicht des Landes, aber auch einer religiösen Minderheit an – eine gesellschaftliche Sonderposition, von der aus er die soziale Realität und den Alltag seines Heimatlandes dokumentiert: "Schnittlinien durchkreuzt: Die Fotografie von David Goldblatt" heißt die Retrospektive, die noch bis zum 15. Oktober im New Yorker New Museum zu sehen ist.

Schätze aus dem Heiligen Land

2000 Jahre alte Pergament-Rolle mit Texten des Alten Testaments (Foto: The Israel Museum, Jerusalem, by David Harris)

2000 Jahre alte Pergament-Rolle

Das Budapester Museum der Schönen Künste (Szepmüvészeti Muzeum) widmet sich dem Zusammenspiel der Religionen im Heiligen Land. Dokumentiert wird dies mit Relikten und Kunstwerken aus neun Jahrtausenden Menschheitsgeschichte. Das Herzstück der Ausstellung bildet eine 2000 Jahre alte Pergament-Rolle mit Texten aus dem Alten Testament. Daneben bieten Kalkstein-Masken aus dem 7. Jahrtausend v. Chr., bemalte Terrakotta-Särge aus dem 13. Jahrhundert n. Chr., aber auch Rembrandt-Gemälde und moderne Jesus-Darstellungen dem Besucher atemberaubende Einblicke in die kulturelle und religiöse Vergangenheit – und zwar noch bis zum 6. September.

Rembrandt komplett?

Rembrandt-Ausstellung in Amsterdam (Foto: Beurs van Berlage)

Rembrandt komplett

Zum ersten Mal ist das Gesamtwerk des niederländischen Malers Rembrandt in einer Ausstellung zu bewundern - allerdings ist keines der 731 Meisterwerke der Amsterdamer Ausstellung "The Complete Rembrandt, Life-Size" echt. Meisterhaft waren hier nämlich nur die Fälscher: Digitaltechniker schufen exakte Reproduktionen von 317 Gemälden, 285 Kupferstichen und Skizzen des Künstlers, dessen Gesamtwerk man für jedermann zugänglich machen wollte – allerdings ohne die weltweit verstreuten Originale allesamt nach Amsterdam zu bemühen. Bei der digitalen Überarbeitung wurden auch beschädigte Werke per Computer wieder hergestellt. Der "komplette Rembrandt" ist in der Beurs van Berlage, einem Kultur- und Konferenzzentrum in der Amsterdamer Innenstadt, bis zum 7. September zu sehen.

"Sag mir, Blaise...." – Von Picasso bis Chagall

Portrait Blaise Cendrars, Schweizer Autor und Abenteurer (Foto: Roger-Viollet)

Blaise Cendrars (1887-1961)

Blaise Cendrars, Schweizer Schriftsteller und Abenteurer, hatte viele Freunde: darunter Pablo Picasso, Marc Chagall und Fernand Léger. Zeugnisse dieser Männer- und Künstlerfreundschaften zeigen nun gleich drei Museen in einer Gemeinschaftsausstellung. Das Museum Marc Chagall in Nizza, das Museum Fernand Léger in Biot und das Picasso-Museum in Vallauris stellen insgesamt mehr als 257 Gemälde, Zeichnungen und Manuskripte aus. Unter den Exponaten befinden sich Porträts von Cendrars sowie Fotografien des Dichters und seiner Freunde. Diese hatten nicht nur privat, sondern auch künstlerisch viel gemeinsam: das Interesse für neue Formen, modernen Urbanismus und eine sich immer rasanter entwickelnde Umwelt. Die Ausstellung "Sag mir, Blaise..." in den drei Museen Südfrankreichs dauert noch bis zum 12. Oktober. (sw/pl/dpa)