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Wirtschaft

Fotos künftig in drei Dimensionen

Bilder in drei Dimensionen mit dem Fotoapparat geschossen - das und vieles kann man auf der weltgrößten Fotomesse, der Photokina, in Köln sehen und ausprobieren.

Der größte Photoglobus der Welt auf der photokina 2010

Den größte Photoglobus der Welt gibt es auf der Photokina

Vier Menschen in einem 3D- Kino (Foto: AP)

Dreidimensionales Sehen kommt vom Kino ins Haus

Die dritte Dimension - das gibt es künftig nicht mehr nur in Kinos auf Großleinwand. Auch das selbst geknipste Foto soll künftig in drei Dimensionen daran erinnern, wie man sein Leben so verbracht hat. "Man sieht die Bilder ganz räumlich“, sagt Christian Müller-Rieker, Geschäftsführer des Photoindustrie-Verbandes. Man könne die Bilder sowohl auf einem Display in drei Dimensionen sehen als auch auf digitalen Bilderrahmen, auf Computern oder 3D-fähigen Fernsehern. Außerdem gebe es inzwischen Techniken, die beim Ausdruck der Fotos das Bild dreidimensional erscheinen lassen.

Wie das geht, erfährt man auf der Photokina in Köln. Hier zeigen 1250 Aussteller aus 45 Ländern ab Dienstag (21.10.2010) in Köln wie die Zukunft aussehen kann - wenn die Innovationen von den Konsumenten angenommen werden. Besucher erwarten die Organisatoren zumindest reichlich: 150.000 an den sechs Messetagen. Alle zwei Jahre trifft sich die Branche hier zur weltweit größten Fotomesse.

Die Kamera weiß, wo fotografiert wurde

Eine Frau am Stand des Herstellers Pentax (Foto: Photokina)

Vorführung einer Kamera von Pentax

Gezeigt werden natürlich auch noch andere Neuheiten bei Kameras, Fotohandys, Camcordern, Objektiven, aber auch bei Foto-Druckern und Bildbearbeitungs-Software. Im Mittelpunkt stehen vor allem Kameras mit vielen technischen Finessen. So beispielsweise Digitalkameras, die kleiner und kompakter gestaltet wurden und zusätzliche Funktionen wie GPS oder 3D-Fähigkeit haben. Sie korrigieren Bilder automatisch und speichern Daten über den Ort des Bildes. Außerdem kann schon per Kamera bestimmt werden, welches Foto auf welche Internet-Plattform geladen werden soll.

Ein weiteres Zauberwort der Branche lautet: Computer Generated Imaging - das Erstellen fotorealistischer Bilder am Computer. Dieses System wird vor allem für spezielle Effekte in der Filmproduktion verwendet. Henning Ohlsson, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes, erklärt: "Ich entwickele am Computer Hintergründe und Stimmungen, um die in mein real photographiertes Bild hineinzubringen. Das ist ein ganz großer Markt für den Profi-Fotografen." Freizeitfotografen würden bei Kompaktkameras sehr modische Kameras entdecken, sagt Ohlsson, "das sind Lifestyle-Produkte".

Von der Krise nur wenig betroffen

Standhostessen betrachten auf der Weltmesse der Fotografie Photokina 2008 in Köln Kameras (Foto: AP)

Seit der letzten Photokina vor zwei Jahren gab es nur wenig Umsatzeinbruch

Obwohl die Preise der neuen Kameras nicht sinken werden, blickt die Fotobranche optimistisch in die Zukunft: Während im vergangenen Jahr allein in Deutschland rund 8,5 Millionen Kameras verkauft wurden, sollen es dieses Jahr 9 Millionen werden. Damit würde der Umsatz von 1,7 auf zwei Milliarden Euro wachsen. Wegen der hohen Nachfrage würden bereits die Produktionskapazitäten erhöht, sagt Christian Müller-Rieker vom Photoindustrie-Verband.

Vorführung einer Kamera von Olympus (Foto: Photokina)

Olympus zeigt Hybridkameras, die zwischen Spiegelreflexkameras und den Kompaktkameras liegen

Nach seiner Ansicht hat die Photo- und Imagingbranche viel besser als andere Branchen, nur mit einer ganz leichten Delle, die Rezession überwunden. "Spätestens seit Frühjahr 2010 steht alles wieder auf Wachstum. Wenn alles gut geht - und die Photokina wird wichtige Wachstumsimpulse geben - rechne ich damit, dass wir schon Ende des Jahres schon wieder auf ein Plus von fünf Prozent im Markt schauen können." Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Immerhin macht es in Deutschland schon jetzt in jeder Sekunde rund 1000mal "Klick". Und: "Die Kamera steht an fünfter Stelle, was die Anschaffung technischer Geräte betrifft - hinter dem Kühlschrank, dem Fernseher, dem Festnetz und dem Telefon. Dann kommt schon der Fotoapparat," sagt Constance Clauß vom Photoindustrie-Verband.

Autorin: Basak Özay / Insa Wrede

Redaktion: Insa Wrede