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Politik

Fortschritt bei den Atomgesprächen

Bei den Atom-Verhandlungen in Peking scheint Nordkorea bereit, für Hilfszusagen innerhalb von zwei Monaten das Atomprogramm einzufrieren.

Teilnehmer am Verhandlungstisch (Quelle: AP)

Warten auf Nordkoreaner in Peking

Nordkorea und die USA haben bei den Sechs-Parteien-Gesprächen über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm Fortschritte erzielt. "Wir sind uns bei einigen Aspekten einig geworden", sagte der nordkoreanische Chefunterhändler Kim Kye Kwan am Freitag (9.2.). Es gebe aber noch einige Meinungsunterschiede, die es auszuräumen gelte.

Stopp innerhalb von zwei Monaten

Nordkorea soll die Arbeiten an dem Nuklearreaktor Jongbjon innerhalb von zwei Monaten beenden, berichten japanische und südkoreanische Medien. Nordkorea werde im Gegenzug Energie-Lieferungen von mehreren Ländern erhalten. Dieser Vorschlag sei bei den Beratungen in Peking von China eingebracht worden und von allen Seiten angenommen worden.

"Vorsichtig optimistisch"

Chinas Vorschlag läuft auf einen längeren Verhandlungsprozess hinaus. Der neuen Gesprächsrunde der beiden Koreas mit China, Russland, den USA und Japan war im vergangenen Monat ein Treffen in Berlin zwischen US-Unterhändler Christopher Hill und seinem nordkoreanischen Gegenpart vorausgegangen. Geplant ist nun die Einrichtung von Arbeitsgruppen, die sich mit technischen Details wie der Beseitigung der Atomwaffen, der Entschädigung oder der Normalisierung der Beziehungen Nordkoreas zu Japan beschäftigen sollen, wie es in den offiziell unbestätigten Berichten hieß.

Die Arbeitsgruppen sollen ihre Ergebnisse an die sechs Staaten leiten, die regelmäßig zu Sitzungen zusammenkommen sollen. In Washington äußerte sich US-Außenministerin Condoleezza Rice "vorsichtig optimistisch", dass es bei dieser Runde in Peking Fortschritte in den seit 2003 laufenden Gesprächen geben könnte.

Im Oktober 2005 führte Nordkorea nach eigenen Angaben erstmals einen Atomwaffentest aus, um seine Atommacht unter Beweis zu stellen. Die Vereinten Nationen verhängten daraufhin Strafen gegen das Land, das von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten ist. (sams)

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