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Wissen & Umwelt

Forscher verändern Tabakduft

Tabak muss nicht unbedingt wie Tabak riechen. Forschern ist es gelungen, den Duft der Blüten zu verändern. Dieses Ergebnis könnte jedoch nicht nur für die Tabakindustrie interessant sein, sondern auch für Landwirte.

Rosa-farbene Tabakblüten (Foto: dpa)

Tabakblüten können auch anders riechen

Biowissenschaftlern der Universität Rostock ist es gelungen, den Duft von Tabakblüten zu verändern. Tabak gilt in der Biologie als Modellpflanze für die Duftproduktion. Das Forscherteam pflanzte dazu in einem etwa 100 Quadratmeter großen Gewächshaus Tabakpflanzen an, die in Südamerika, Australien und Afrika beheimatet sind. Im Labor isolierten sie dann die Enzyme, die für die Produktion der Duftstoffe verantwortlich sind. In einem weiteren Schritt veränderten die Forscher die Aminosäuren, aus denen die Duft-Enzyme zusammengesetzt sind. Das Ergebnis: Die Enzyme produzierten nun völlig andere Duftstoffe.

"Wir wissen jetzt, wie die Natur die verschiedenen Düfte der 75 Tabakarten entstehen lässt", erklärte die Biowissenschaftlerin Birgit Piechulla. "Unsere Ergebnisse sind nicht nur für die Nase der Blumenfreunde interessant, sondern auch für die Landwirtschaft". Die neuen Erkenntnisse könnten Züchter künftig nutzen, um bestimmten Pflanzenarten einen neuen Duft zu verleihen.

Autor: Jan Bruck (dpa, idw)

Redaktion: Sandra Petersmann