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Wissen & Umwelt

Forscher entwickeln antimikrobielle Frischhaltefolie

Fleisch unter Frischhaltefolie (Foto: AP)

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising haben eine antimikrobiell aktive Verpackungsfolie entwickelt, unter der Fleisch, Käse oder Fisch länger frisch bleiben sollen. Die Folie ist mit einem speziellen Wirkstoff benetzt, der bei Kontakt Mikroorganismen abtötet, die sich auf der Oberfläche von Lebensmitteln befinden. Der Wirkstoff müsse natürlich gesundheitlich unbedenklich sein, dürfe so gut wie keine Allergien auslösen, außerdem müsse er neutral riechen und schmecken, sagt Carolin Hauser, die die Folie entwickelt und getestet hat. Aus diesem Grund habe sie Sorbinsäure ausgewählt, eine Säure, die seit langem sehr erfolgreich bei der Konservierung von Lebensmitteln und Tierfutter eingesetzt wird.

Für ihre Tests kontaminierte die Lebensmittelchemikerin Fleischstücke mit rund 1.000 koloniebildenden Einheiten des krankmachenden Bakteriums Escherichia coli. Anschließend verpackte sie die Stücke in normale und aktive Folie. Nach sieben Tagen Lagerung im Kühlschrank bei acht Grad Celsius zeigten sich schon starke Unterschiede in der Farbe, so Hauser. Auch die mikrobielle Untersuchung habe ergeben, dass die Keime durch die Sorbinsäuren-Folie erfolgreich abgetötet wurden. So fiel die Anzahl der Escherichia coli-Bakterien innerhalb von sieben Tagen auf etwa ein Viertel des Anfangswertes. (ht/IzieVV/IDW)