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Wissen & Umwelt

Forscher entdecken "Sushi-Gen"

Sushirollen in Algenpapier (Foto: DuMont)

Japaner besitzen Darmbakterien mit einem "Sushi-Gen". Ja! Sie lesen richtig! Und zwar sollen die Asiaten mit Hilfe spezieller Bakterien ihre geliebten Algen und Algenblätter besser verwerten können, als Menschen aus anderen Ländern. Das haben französische Forscher herausgefunden und sie vermuten, dass sich die japanischen Darmmikroben diese Fähigkeit von Meeresbakterien abgeschaut haben.

Ozean-Gene im Verdauungstrakt

Für ihre Untersuchungen verglichen die Wissenschaftler Erbanlagen der Darmbakterien von 13 Japanern und 18 Nordamerikanern. Bei den Japanern stießen sie auf Erbanlagen für ein bestimmtes Enzym, das bei der Verdauung bestimmter Algen hilft. Bei den Amerikanern fanden sie diese nicht. Diese kohlenhydrat-verdauenden Enzyme hatte das Forscher-Team zuvor bei einem Meeresbakterium charakterisiert, das sich vor allem von Algen ernährt. Der regelmäßige Kontakt mit marinen Mikroorganismen in der täglichen Nahrung habe den Ozean-Genen den Weg in den Verdauungstrakt geebnet, schreiben die Forscher in der aktuellen Ausgabe des britischen Wissenschaftsmagazins "Nature".

Japaner sollen durchschnittlich 14 Gramm Algen am Tag essen.

Autorin: Brekhna Saber (dpa/AFP/nature)

Redaktion: Judith Hartl