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Sport

Formel-1-Premiere in Südkorea im Chaos

Vettel musste sein brennendes Auto löschen, Glückspilz Alonso fuhr dagegen mit lauten "Avanti"-Rufen ins Ziel und lachte höhnisch: Es war ein turbulenter Grand Prix bei dem die Titelhoffnungen Vettels in Rauch aufgingen.

Das Podium: Hamilton neben Sieger Alonso und Massa (v.l.). (Foto: AP Photo/Greg Baker)

Das Podium: Hamilton neben Sieger Alonso und Massa (v.l.)

Es war die reinste Regenschlacht beim Renndebüt in Südkorea und der tragische Held, zumindest aus deutscher Sicht, war Sebastian Vettel. Von der Pole Position gestartet, zerplatzten buchstäblich all seine Hoffnungen auf die erste WM-Führung seiner Formel-1-Karriere, als ein kapitaler Motorschaden den 45 Runden lang führenden Red-Bull-Piloten auf dem Weg zum scheinbar sicheren Sieg stoppten. Vettel stürzte auf WM-Platz vier ab und muss im Titelkampf nun auf ein kleines Wunder hoffen. "Im Moment ist man natürlich enttäuscht, aber ich habe mir diesmal nichts vorzuwerfen. Da kann man nichts machen", sagte Vettel und fügte in Anspielung auf seine Serie von Pleiten, Pech und Pannen fast schon mit Galgenhumor hinzu: "Irgendwie ist das die Story des Jahres." Red-Bull-Teamchef Christian Horner versuchte, den Pech-Piloten zu trösten: "Sebastian und das Team haben alles richtig gemacht. Ein Motorplatzer ist immer ganz großes Pech, der Rennsport kann grausam sein."

Bei heftigem Regen führte Sebastian Vettel im Red Bull das Feld lange an - bis zum Motorplatzer. (Foto: AP Photo/Mark Baker)

Bei heftigem Regen führte Sebastian Vettel im Red Bull das Feld lange an - bis zum Motorplatzer

Schadenfrohe Ferraristi im Glück

Weil auch Vettels Teamkollege Mark Webber nach einem Crash mit Nico Rosberg ausfiel, eroberte Ferrari-Star Fernando Alonso mit seinem fünften Sieg des Jahres zwei Rennen vor Saisonende die WM-Führung. Zweiter beim Südkorea-Spektakel mit einer 49-minütigen Renn-Unterbrechung und vier Safety-Car-Phasen wurde Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes.

Rote Schadenfreude: Das Ferrari Team feiert mit Alonso (l.). (Foto: AP Photo/Lee Jin-man )

Rote Schadenfreude: Team Ferrari feiert mit Alonso (l.)

Auf Rang drei kam Felipe Massa im zweiten Ferrari ins Ziel, als Vierter bewies Mercedes-Pilot Michael Schumacher wieder einmal sein Können im Regen. "Ich bin mit dem heutigen Rennen recht zufrieden", meinte der siebenmalige Weltmeister: "Ich möchte mich bei meinem Team, das mich heute Nachmittag perfekt geführt hat, bedanken." Sauber-Pilot Nick Heidfeld sammelte beim Großen Preis von Südkorea als Neunter immerhin zwei Punkte, auch Nico Hülkenberg ergatterte als Zehnter im Williams noch einen Zähler. Nicht ins Ziel kamen neben Vettel und Rosberg auch Adrian Sutil und Timo Glock.

Beste Titelaussichten für Alonso

In der WM hat Alonso nun 231 Punkte auf dem Konto und damit satte elf Zähler Vorsprung vor Webber, der 220 Zähler aufweist. Vettel rutschte mit weiterhin 206 Punkten auf Rang vier hinter Hamilton mit 210 Zählern und hat mit 25 Punkten Rückstand auf den führenden Alonso nur noch eine Mini-Chance auf den Titel als jüngster Champion der Formel-1-Geschichte.

Autor: Calle Kops (mit sid/dpa)

Redaktion: Wolfgang van Kann