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Politik

Forderung nach arabischem Gipfel

Die arabischen Zeitungen befassen sich unter anderem mit dem Besuch des ägyptischen Präsidenten Mubarak in Berlin und der Debatte um einen arabischen Gipfel zum Irak-Konflikt.

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Ägypten versucht mit allen Mitteln, den Krieg zu vermeiden - so beschreibt Al-Ahram aus Kairo die Gespräche des ägyptischen Präsidenten Mubarak in Berlin. In dem Leitartikel von Al-Ahram wird nebenbei erwähnt, dass Mubarak in der abschließenden Pressekonferenz sagte, dass die Fortsetzung der Arbeit der Inspekteure zeitlich begrenzt sein müsse.

"Neue Weltlage"

Im Gegensatz zu den Angaben der Arabischen Liga vom Mittwoch (20.2.2003) berichtet Al-Ahram, dass nun doch zwei arabische Gipfel einberufen werden sollen. In einer Analyse über die Lage der Arabischen Staaten wird betont, dass Offenheit die Hauptaufgabe des Treffens sein müsse. Der Autor Mersi Attallah betont, der neuen Weltlage müsse Rechnung getragen werden. Die "neue Weltlage" ist für ihn charakterisiert durch die Vormachtstellung der USA, die Einengung der Souveränität anderer Staaten, die Bildung von Allianzen entsprechend wirtschaftlicher Interessen und den Einsatz militärischer Macht als Druckmittel zur Durchsetzung politischer Ziele.

Ad-Dustur aus Amman geht davon aus, dass kein arabischer Gipfel vor dem ursprünglichen Termin stattfinden wird und betrachtet dies als eine Niederlage der "arabischen politischen Ordnung". Die Zeitung übt harte Kritik an jenen arabischen Politiker, die erneut die Notwendigkeit eines außerordentlichen Treffens in Frage stellen und fragt - Zitat: "Wie kann man solche Stellungnahmen begründen, während sich die europäischen Nachbarn wegen der explosiven Lage treffen?" Die Zeitung sieht in den arabischen Massen die letzte Hoffnung - Zitat - "die Lage im Sinne der Verteidigung der arabischen Interessen in der Irak-Krise und im Palästina-Problem zu verändern."

Fokus auf Kriegsvorbereitungen

Die Zeitungen aus Kuwait verfolgen vorwiegend die Kriegsvorbereitung in Kuwait selbst. In den verschiedenen Artikeln der Tageszeitungen findet man kaum eine Analyse, die ähnlich wie in den Zeitungen aus den anderen arabischen Ländern die Suche nach einem Weg zur Vermeidung des Krieges ansprechen. Die Kritik an Kuwait wird hauptsächlich polemisch beantwortet. Beim Lesen der kuwaitischen Blätter kann der Eindruck entstehen, dass der Krieg schon begonnen hat.

Die Schlagzeilen im politischen Teil der Al-Irak-Zeitung geben einen Überblick, wie die Entwicklung der Krise in der irakischen Presse dargestellt wird. Unter anderem ist zu lesen: "Die große historische Chance" - Es folgt ein Artikel, in dem "die Araber und die Muslime aufgerufen werden, NEIN zu dem aggressiven Krieg gegen den Irak zu sagen". Weitere Schlagzeilen: "Überall in der Welt: Bush wird verbrannt" und "Völker der Erde decken die Agressivität von Bush und Blair auf". Die nachfolgenden Artikel stellen die Demonstrationen mit Millionenbeteiligung gegen den Krieg als Unterstützung des Iraks dar.

Lobpreisungen für Saddam

Auf der ersten Seite der selben Zeitung werden die diplomatischen Aktivitäten irakischer Politiker verfolgt und die Aussagen ausländischer Politiker hervorgehoben, soweit sie gegen den Krieg und für den Irak sind. Auch solche Aussagen, die nur sich nur teilweise oder mit viel Interpretation entsprechend einordnen lassen, werden erwähnt. Eine Seite in der Zeitung besteht vorwiegend aus Artikeln, die dem irakischen Präsidenten huldigen.

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