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Wirtschaft

Ford stoppt neues Werk in Mexiko

Donald Trump wettert regelmäßig dagegen, dass US-Unternehmen im Ausland produzieren. Nun zeigen die Sprüche erste Wirkung: Der Autohersteller Ford verzichtet auf ein geplantes Werk auf der anderen Seite der US-Grenze.

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Ford stoppt Mexiko-Fabrik

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat eine Vorliebe für den Nachrichtendienst Twitter. Von dort musste sich die US-Industrie schon einige kernige Sprüche gefallen lassen. Trump hatte wiederholt massiven Druck auf US-Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.

Kurz vor Amtsantritt von Donald Trump hat nun der US-Autobauer Ford wohl die ersten Konsequenzen gezogen. Eine neue Fertigungsanlage, die knapp 1,6 Milliarden Dollar kosten sollte, wird nun doch nicht auf der anderen Seite der US-Grenze gebaut. Statt im mexikanischen San Luis Potosí ein Werk zu bauen, wolle man 700 neue Arbeitsplätze in den USA schaffen. So sollen in den kommenden vier Jahren 700 Millionen Dollar im US-Bundesstaat Michigan investiert werden, hieß es in einer Ford-Mitteilung.

Das Werk Flat Rock in Michigan soll demnach künftig selbstfahrende und Elektro-Autos bauen. Um die Profitabilität des Konzerns zu steigern, wird Ford allerdings nach eigenen Angaben die neue Generation des Modells Focus in einem bereits bestehenden Werk im mexikanischen Hermosillo herstellen.

Kommt die Grenzsteuer?

Ob Ford sich mit diesem Schritt bereits möglichen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen unter Trump anpasst, ist unklar. Tatsache ist aber, dass Donald Trump schon mehrfach damit gedroht hat, Zölle auf mexikanische Importe zu verhängen. Damit will er die heimische Wirtschaft stärken. Viele Autobauer haben sich für Mexiko entschieden, da dort die Arbeitskraft günstig ist. Über die NAFTA verfügt das Land zudem über ein Freihandelsabkommen mit den USA - für die meisten Autobauer, die in Mexiko produzieren, ein wichtiger Markt.

Das sich nach dem 20. Januar an dieser Ausgangssituation etwas ändern könnte, hatte Trump auch am Morgen auf Twitter abermals bekräftigt. Da attackierte er den größten US-Autobauer General Motors und drohte mit hohen Strafzöllen auf aus Mexiko importierte Fahrzeuge für den US-Markt. Er fasste sich in gewohntem Trump-Stil dabei sehr kurz: "Make in U.S.A or pay big border tax!", schrieb der zukünftige US-Präsident auf Twitter.

nm/uh (dpa,afp)

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