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Wirtschaft

Ford kündigt Elektroauto-Offensive an

Trotz sinkender Sprit-Preise: Der US-Autohersteller Ford investiert in großem Stil in Elektromobilität. Rund ein Dutzend neue elektrische oder hybride Fahrzeuge sollen bis 2020 angeboten werden.

Der Konzern teilte am Donnerstag mit, bis 2020 zusätzliche 4,5 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro) in die Hand zu nehmen, um den Anteil solcher Fahrzeuge im Gesamtangebot von derzeit 13 auf 40 Prozent zu steigern. Man gehe dabei davon aus, dass die meisten Kunden Elektro-Benzin-Hybridautos bevorzugen werden.

Die Offensive kommt zu einem Zeitpunkt, an dem E-Autos in den USA mit Absatzschwierigkeiten kämpfen. Der günstige Sprit an den Tanksäulen dämpft schon länger die Nachfrage. Dadurch will sich Ford-Chef Mark Fields aber nicht bremsen lassen. Für 2016 kündigte er einen neuen Ford Focus Electric mit einer Reichweite von 100 Meilen (160 Kilometern) an, der innerhalb von 30 Minuten aufgeladen werden könne.

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Tesla präsentiert Elektro-SUV (30.09.2015)

Chinesisches Elektroauto-Startup investiert kräftig

Das chinesische Elektroauto-Startup Faraday Future baut für eine Milliarde Dollar sein erstes Werk in den USA. Die Fabrik werde in Las Vegas entstehen, teilten das Unternehmen und die Regierung des Bundesstaates Nevada am Donnerstag mit. Der Faraday-Manager Dag Reckhorn gab dabei keinen Zeitrahmen für die Fertigstellung vor noch nannte er die Zahl der Fahrzeuge, die vom Band laufen sollen. Das fertige Werk soll 4500 Arbeitsplätze schaffen.

Nevadas Gouverneur Brian Sandoval erklärte, insgesamt würden durch das Projekt 13.000 Jobs entstehen - davon 3000 in der Baubranche - und über 20 Jahre 760 Millionen Dollar in die Kassen des Bundesstaates fließen. Bedingung für den Bau ist, dass Nevada ein Paket von Steuervergünstigungen in Höhe von 250 Millionen Dollar verabschiedet.

Faraday Future gehört zum Teil dem chinesischen Milliardär Jia Yueting. Das Unternehmen ist eines von mehreren Startups in China und den USA, die dem Elektroauto-Pionier Tesla Konkurrenz machen wollen. Die Amerikaner bauen ihrerseits eine Fabrik für Batterien in Nevada und liebäugeln mit dem Aufbau einer Fertigung in China. Das Reich der Mitte dürfte Experten zufolge noch in diesem Jahr die USA als weltweit größten Markt für Elektroautos überholen.

ul/wen (dpa, rtr)

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