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Ostmitteleuropa

Folgen der Visapflicht

– Zahl der Besucher aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion in Polen stark gesunken

Warschau, 1.5.2004, RZECZPOSPOLITA, poln.

Aus den Berechnungen des Institutes für Touristik geht hervor, dass die Zahl der Besucher aus Russland, Weißrussland und der Ukraine seit der Einführung der Visapflicht um fast ein Drittel gesunken ist. Gleichzeitig steigt jedoch die Zahl der Besucher aus Westeuropa und vor allem aus den Staaten der Europäischen Union.

Die Visapflicht für die Bürger der Staaten der ehemaligen Sowjetunion gilt seit Oktober 2003. Sie wurde aufgrund der EU-Gesetze eingeführt, da unsere Ostgrenze gleichzeitig die EU-Außengrenze bildet.

Innerhalb der ersten fünf Monate seit der Einführung der Visapflicht sank die Zahl der Einreisenden aus Russland, Weißrussland und der Ukraine um ganze 27,8 Prozent. Ein Teil von ihnen kam nach Polen, um Handel zu treiben. Aus diesem Grunde sank auch der Umsatz auf den polnischen Märkten. Gleichzeitig gingen auch die Einnahmen polnischer Firmen zurück, die bisher dank der Besucher aus dem Osten Gewinne machten. Die Ausgaben der Besucher aus Weißrussland in dieser Zeit sanken z. B. um 36,2 Prozent. Nach Ansicht der Experten wird sich die Zahl der Besucher aus der ehemaligen Sowjetunion sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr noch weiter vermindern.

Aufgrund des Beitrittes Polens zur EU werden jedoch immer mehr Besucher aus der EU nach Polen kommen sowie aus den Ländern, die sich um die Aufnahme in die EU bemühen.

Innerhalb der letzten fünf Monate stieg die Zahl der Besucher aus der Slowakei, aus Portugal, Finnland, Irland, Deutschland, Slowenien, Ungarn, Benelux, Tschechien, Norwegen, Österreich, Spanien und Rumänien um über 20 Prozent. Hierbei sollte man die Besucher aus Deutschland erwähnen, deren Zahl um etwa 40 Prozent stieg.

Außerdem kamen immer mehr Menschen aus Israel, der Schweiz und Japan zu Besuch nach Polen.

Nach den Prognosen des Institutes für Touristik wird die Zahl der Besucher in den Jahren 2003 – 2007 lediglich um 2,8 Prozent steigen und es ist damit zu rechnen, dass lediglich 12,8 bis 15,3 Millionen Menschen Polen besuchen werden. Eine wesentliche Steigerung der Zahl ist erst im Jahre 2006 zu erwarten.

Im Jahr 2003 gaben die Touristen in Polen durchschnittlich 114 US-Dollar pro Person aus, d. h. um 13,6 Prozent weniger als noch im Jahr 2002. Die täglichen Ausgaben pro Person betrugen im Durchschnitt 24 US- Dollar. (sta)

  • Datum 04.05.2004
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