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Kultur

Flugzeugunglück vor Sizilien

Nach dem Flugzeugunglück vor Sizilien geht die Suche nach Vermissten weiter. Schon in der Nacht hatten Sicherheitskräfte mit Schiffen und Booten nach zwei oder möglicherweise drei Vermissten gesucht. Die Hoffnung sinkt.

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Wrackteil im Hafen von Palermo

Mindestens 13 Menschen sind bei der Wasserlandung 20 Kilometer nördlich von Capo Gallo in der Nähe von Palermo ums Leben gekommen, 21 der 23 Überlebenden werden in Krankenhäusern in Palermo behandelt.

Karte Flugzeugabsturz vor Palermo Italien

Die schlimmsten Verletzungen hätten der Pilot, der Co-Pilot und eine Flugbegleiterin davongetragen, hieß es. Bei dem Piloten seien eine Gehirnerschütterung, ein Wirbelbruch und eine Lungenquetschung diagnostiziert worden.

Rettende Tragflächen

Die Maschine der tunesischen Fluglinie Tuninter war auf dem Weg vom süditalienischen Bari zur Ferieninsel Djerba, als die Motoren ausfielen. Der Pilot schaffte es nicht, in
Palermo notzulanden und versuchte eine Notwasserung im Meer. Dabei zerbrach die Maschine in mehrere Teile. Es hätte aber womöglich noch schlimmer kommen können: Überlebende sind überzeugt, dass sie sich nur retten konnten, weil die Maschine auseinander gebrochen war und sie so aus dem Wrack entkommen konnten.

Flugzeugabsturz in Italien

Wrackteil im Mittelmeer vor Sizilien

Mehrere Überlebende schafften es, sich auf die Tragflächen zu retten und harrten dort aus, bis sie gerettet wurden. Um sie herum schwammen überall Gepäckstücke, Taschen und Kleidungsstücke. Auch leblose Körper trieben in der aufgewühlten See. An Bord der Maschine vom Typ ATR-72 waren laut Behördenangaben 39 Menschen. Die italienischen Behörden sprachen zuletzt von 35 Passagieren und vier Crewmitgliedern. Die Passagiere seien alle Italiener, die Crew-Mitglieder Tunesier.

Am frühen Sonntagmorgen startete aus Bari ein Flieger mit Angehörigen der Opfer und Verletzten. Sie konnten bis zum Vormittag acht der 13 Leichen identifizieren. Die Verwandten würden von Ärzten und Psychologen betreut, hieß es.

Einige der Unglücksopfer wollten ihren Urlaub ursprünglich in Scharm el Scheich verbringen. Wegen des jüngsten Attentats in der ägyptischen Urlaubshochburg hätten sie in letzter Minute umgebucht. Der Palmenstrand in Tunesien schien ihnen eine sichere Alternative.

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