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Kultur

Flugzeugunglück im Sudan

Bei der missglückten Landung eines Flugzeuges in Sudans Hauptstadt Khartum sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Die Unfallursache ist noch unklar. Offenbar spielte schlechtes Wetter ein Rolle.

Flugzeugwrack bei Nacht (10.6.08, Khartum - Sudan, Quelle: AP)

Helfer vor dem Wrack des ausgebrannten Flugzeugs

Von den Insassen der Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Sudan Airways, die nach der Landung in Flammen aufging, waren zunächst 113 Überlebende registriert worden, teilte die zivile Luftfahrtbehörde am Dienstagabend (10.6.2008) in Khartum mit. 20 von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt. 66 der insgesamt 217 Passagiere und Crewmitglieder gelten noch als vermisst. Die Maschine war von Amman via Damaskus nach Khartum geflogen.

Triebwerksexplosion und schlechtes Wetter

Brennendes Flugzeugwrack (10.6.08, Khartum - Sudan, Quelle: AP/Sudan TV)

Nach der Landung ging die Maschine in Flammen auf

Zur Unglücksursache gab es keine gesicherten Angaben. Das Staatsfernsehen meldete, der Airbus A310 sei bei schlechtem Wetter während der Landung von der Rollbahn abgekommen und in Brand geraten. Er sei erst im zweiten Anlauf in Khartum gelandet, nachdem er zuvor nach Port Sudan umgeleitet worden war. Die sudanesische Hauptstadt war erst von einem Sandsturm und anschließend von einem schweren Schauer überzogen worden. "Das heutige Wetter ist einer der Hauptgründe für das, was geschehen ist", sagte Transportminister Mabruk Mubarak Salim.

Die Zeitung "Sudan Tribune" berichtete auf ihrer Website unter Berufung auf Überlebende, direkt nach der Landung sei der Reifen des Bugrades geplatzt. Flughafen-Direktor Jussef Ibrahim nannte dagegen eine Triebwerksexplosion als Ursache. "Es gab eine Explosion in einem der Triebwerke und dann fing die ganze Maschine Feuer", sagt er.

Chaos am Flughafen

Mindestens 103 Passagiere und zehn oder elf Besatzungsmitglieder hätten überlebt, erklärte die Flugsicherheitsbehörde. Es könne aber noch mehr Überlebende geben. Offenbar seien einige Insassen in der Panik einfach weggerannt. Ein Teil der Passagiere brachte sich über Notrutschen in Sicherheit. An Bord waren mehrere Sudanesen, die sich in Jordanieneiner medizinischen Behandlung unterzogen hatten.

Der Flughafen von Khartum wurde wegen des Unglücks bis Mittwochmorgen geschlossen. In der Ankunftshalle versammelten sich unzählige Angehörige, es herrschte Entsetzen und Chaos. Zuletzt war im Juli 2003 ein Flugzeug der Sudan Airways verunglückt. Damals starben 115 Menschen, als eine Boeing 737 kurz nach dem Start in Port Sudan abstürzte. (rri)

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