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Aktuell Europa

Flugzeugentführer in Zypern gibt auf

Die Entführung eines ägyptischen Passagierflugzeugs ist auf Zypern unblutig zu Ende gegangen. Dies teilte das zyprische Außenministerium mit. Der Kidnapper wurde festgenommen.

Zuvor hatten die letzten sieben Geiseln die Maschine der Egyptair auf dem Flughafen in Larnaka verlassen. Nach Angaben des Außenministeriums in Nikosia hatte die Flugzeugentführung offenbar keinen terroristischen Hintergrund. Der Entführer sei vermutlich "labil". Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen nicht zu Schaden. Nach Angaben des ägyptischen Luftfahrtministeriums befanden sich 81 Menschen an Bord der Maschine, unter ihnen 21 Ausländer und 15 Besatzungsmitglieder.

Drohung mit Sprengstoff

Der Mann hatte den Airbus A320 am Morgen auf einem Inlandsflug von Alexandria nach Kairo in seine Gewalt gebracht und nach Zypern dirigiert. Er hatte damit gedroht, einen Sprengstoffgürtel zu zünden. Wie Zyperns Außenminister Ioannis Kassoulides nach dem glimpflichen Ende der Entfürung mitteilte, trug der Täter aber nur eine
Bombenattrappe. Er habe mehrere Handy-Hüllen miteinander verbunden, sie mit Kabeln in eine Art Gürtel gesteckt und dies als Sprengstoffgürtel ausgegeben, sagte Kassoulides.

Eine Stunde nach der Landung in Larnaka begann der Hijacker mit der Freilassung erster Geiseln. Während der Verhandlungen mit den zyprischen Behörden machte er widersprüchliche Angaben zu seinen Motiven.

Ägyptens Ministerpräsident Scherif Ismail sagte vor Journalisten in Kairo, der Entführer habe die ägyptische Staatsbürgerschaft. Seine Motive seien noch unklar, sagte Ismail. Einmal habe der Mann verlangt, einen Vertreter der Europäischen Union zu sprechen, dann wiederum habe er gefordert, zu einem anderen Flughafen gebracht zu werden.

wl/SC (dpa, afp, rtr)

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