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Europa

Flugsperrungen über Deutschland aufgehoben

Tagelang herrschte das Chaos im europäischen Luftverkehr, jetzt kommt der Flugbetrieb wieder in Gang. Seit 11 Uhr sind alle deutschen Flughäfen wieder geöffnet.

Flugzeug am blauen Himmel (Foto: AP)

Der Himmel wird wieder voller

Flugzeuge am Boden

Bereit für den Abflug

Die Tage der Behinderungen wegen des Vulkanausbruches in Island und der über Europa hängenden Aschewolke dürften gezählt sein. Am Mittwochvormittag (21.04.2010) gab die Deutsche Flugsicherung (DFS) den Luftraum über Deutschland wieder komplett frei. Somit normalisiert sich der Luftverkehr in Deutschland und Europa langsam wieder.

Die Vulkanasche sei am Mittwoch weitestgehend aus Deutschland abgezogen, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung, Axel Raab, im Sender N24. Im Moment sei die Lage sehr positiv. "Wir gehen auch davon aus, dass das zumindest den ganzen Tag über anhält."

Entspannung in ganz Europa

Auch im europäischen Ausland entspannte sich die Lage. Die Flugsicherungsbehörde Eurocontrol geht von rund 21.000 Flügen am Mittwoch in ganz Europa aus. Normalerweise finden an Wochentagen etwa 28.000 Flüge in Europa statt. Bis sich der Luftverkehr völlig normalisiert, wird aber noch einige Zeit vergehen.

Der Vulkan Eyjafjalla (Foto: AP)

Spuckt seine Asche jetzt nicht mehr Richtung Mitteleuropa: der Vulkan Eyjafjalla

Bereits am Mittwochmorgen hatte die Deutsche Flugsicherung Instrumentenflüge an allen großen Flughäfen genehmigt. Damit können mehr Flugzeuge abgefertigt werden als mit dem Sichtflugverfahren, das vor allem am Montag und Dienstag angewandt wurde. Dabei wurden Piloten teilweise zwar von Lotsen unterstützt, mussten aber selbst auf ihre Umgebung achten und trugen die Verantwortung für die Entscheidung, trotz Vulkanasche zu fliegen.

Schlimmer als der 11. September 2001

Der internationale Luftfahrtverband IATA schätzt, dass die bisherigen Einnahmeausfälle der Fluglinien wegen der Startverbote sich auf etwa 1,7 Milliarden Dollar (1,26 Milliarden Euro) belaufen. Allein für der Zeitraum zwischen dem 17. und 19. April, als die meisten Lufträume geschlossen waren, wurde nach Angaben der IATA ein Schaden von 400 Millionen Dollar am Tag errechnet. Im schlimmsten Fall seien 29 Prozent des internationalen Flugverkehrs und 1,2 Millionen Passagiere pro Tag betroffen gewesen. Die Krise habe sogar das Flugverbot in den USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den Schatten gestellt. Damals war der Luftraum drei Tage lang geschlossen.

Die Meteorologen geben Entwarnung

Auch das Wetter spielt endlich mit: Weil der Wind dreht, wird die Vulkanasche aus Island in den kommenden Tagen über den Atlantik nach Nord-Nordost getrieben. "Mitteleuropa wird nicht mehr betroffen sein", sagte Ansgar Engel vom Deutschen Wetterdienst.

Autorin: Pia Gram (dpa, apn, afp, rtr)
Redaktion: Annamaria Sigrist

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