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Europa

Flugsicherung in der Kritik

Nach der Flugzeugkatastrophe über dem Bodensee häufen sich Hinweise auf Fehler bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide. In der Unglücksnacht war das Kollisions-Warnsystem wegen Wartungsarbeiten abgestellt.

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In der Kritik: Schweizer Flugsicherung Skyguide

Zudem machte einer der beiden zuständigen Lotsen nachts Pause. Ob dies gegen Dienstvorschriften verstieß, war firmenintern umstritten. Mehrere Luftverkehrs-Experten kritisierten den verantwortlichen Fluglotsen, weil er die Besatzung des russischen Passagierflugzeugs erst 50 Sekunden vor der Kollision zu einem Ausweichmanöver aufgefordert hatte.

Suche nach der Flugzeugkatastrophe

Unermüdliche Suche nach Opfern

Bis Mittwochabend bargen die Helfer am Nordufer des Bodensees 37 Leichen. Rund 20 weitere wurden in einem Rumpfteil und dem Cockpit der russischen Tupolew-Passagiermaschine vermutet. Mehrere Tote wurden zudem in angrenzenden Feldern gefunden. Angehörige aus der Republik Baschkortostan sollten nach Auskunft der dortigen Behörden am Donnerstag (4.7.) nach Deutschland reisen, um die Opfer - größtenteils Jugendliche - zu identifizieren.

Bei dem Zusammenstoß einer Frachtmaschine vom Typ Boeing 757 und einer russischen Tupolew 154 waren in der Nacht zum Dienstag 71 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 52 Kinder. Aufschluss über die genaue Unglücksursache soll die Auswertung der inzwischen geborgenen Flugschreiber und der Stimmenrekorder bringen. Die könne nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig bis zu drei Wochen dauern.

Nach Auskunft des baden-württembergischen Innenministers Thomas Schäuble soll die Bergung der Opfer bis Donnerstag abgeschlossen sein. Gerichtsmediziner begannen in Friedrichshafen mit der Identifizierung der Opfer. Die Wrackteile beider Maschinen sollen im Laufe der Woche in einem Flugzeughangar in Friedrichshafen wieder zusammengesetzt werden. An den Ermittlungen sind mehr als 40 deutsche Flugzeugexperten und russische Beobachter beteiligt.

Autor: Wim Abbink
Redaktion: Kay-Alexander Scholz

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