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Aktuell Deutschland

Flughafen Düsseldorf lahmgelegt

Die Arbeitskämpfe an deutschen Flughäfen nehmen kein Ende. Seit dem frühen Morgen müssen sich Flugreisende in Düsseldorf auf den Streik einstellen. Die Gewerkschaft Verdi will in dem Tarifkonflikt nicht nachlassen.

Flugreisende am Düsseldorfer Flughafen bekommen am heutigen Montag wegen eines ganztägigen Streiks des Sicherheitspersonals ziemliche Probleme. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, wurden die Beschäftigten der Fluggast-, Personal- und Warenkontrolle aufgerufen, von 04.00 bis 24.00 Uhr die Arbeit niederzulegen.

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Streik auf dem Düsseldorfer Flughafen

Bereits am Morgen bildeten sich lange Schlangen an den Terminals. Von den geplanten 593 Starts und Landungen wurden bis zum Mittag 172 gestrichen. Insgesamt werden am Flughafen Düsseldorf an diesem Montag 53.200 Passagiere erwartet.

Maximaler Druck

"Solange kein neues Angebot auf dem Tisch liegt, haben wir nur die Wahl, maximalen Druck zu erzeugen", erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker. Die Ausweitung der Streiks sei die Antwort der Beschäftigten auf die starre Haltung der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft erwarte "einen Tarifabschluss vor den Osterferien", sagte Becker.

Blockierte Kontrollstellen und Flüge, die ausfallen: Lage am Düsseldorfer Airport am 21.02.2013 (Foto: dpa)

Das Sicherheitspersonal verlangt mehr Geld

Seit Wochen führen Streiks des Sicherheitspersonals an den Airports in Düsseldorf und Köln-Bonn immer wieder zu Flugausfällen. Die Passagiere an den Flughäfen werden von sogenannten Luftsicherheitsassistenten kontrolliert - sie sind Angestellte von Firmen, die die Aufgabe im Auftrag der Bundespolizei übernehmen. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde 8,23 Euro. Verdi fordert für die 34.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro mehr pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung "völlig überzogen".

In dem Tarifkonflikt stehen sich Verdi und die im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft vereinigten Arbeitgeber der privaten Sicherheitsbranche gegenüber.

ml/det/as (dpa, afp)

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