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Aktuell Deutschland

Flughäfen in NRW weiter bestreikt

Ein Streik des Sicherheitspersonals für höhere Stundenlöhne hat an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn zu Hunderten von Ausfällen geführt. Die Gewerkschaft Verdi verlängerte den Ausstand bis zum Freitagabend.

Passagiere warten am 24.01.2013 im Flughafen Köln (Nordrhein-Westfalen) nach den Streiks des Sicherheitspersonals auf die Abfertigung. (Foto: dpa)

Streik auf dem Flughafen Köln

Streiken, wo es dem Gegner besonders wehtut: Die Streikführer der Gewerkschaft Verdi erklären, die Unternehmerseite wolle den Tarifkonflikt offenbar einfach aussitzen. Das habe die Beschäftigten aber erst recht provoziert und zu dieser härteren Gangart veranlasst. Der Ausstand an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn werde bis Freitagabend fortgesetzt. Ein unbefristeter Streik sei nicht ausgeschlossen, so die Drohung.

Verdi will für die Sicherheitskräfte an den Flughäfen einen Stundenlohn von einheitlich 16 Euro. Eine Schlichtung lehnt die Gewerkschaft ab, weil die Positionen zu weit auseinander liegen - die Arbeitgeber haben gut neun Prozent mehr Lohn angeboten, die Verdi-Forderung beträgt nach Darstellung der Arbeitgeber etwa 30 Prozent Aufschlag. Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften forderten eine Rückkehr der Gewerkschaft an den Verhandlungstisch.

Gestrichene Starts, Landungen und viele Verspätungen

Von den in Düsseldorf am Donnerstag ursprünglich geplanten 528 Starts und Landungen mussten nach Angaben eines Flughafensprechers 189 annuliert werden, davon 157 Abflüge und 32 Starts. In Köln wurde etwas mehr als jeder vierte Flug gestrichen: Von den insgesamt 88 geplanten Starts fielen 26 aus, von den 83 geplanten Landungen 22. Dazu kam eine Vielzahl an Verspätungen.

Streikende Arbeitnehmer vor dem Flughafen in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Foto: dpa

Die Gewerkschaften fordern für das Sicherheitspersonal mehr Geld

Verband der Fluggesellschaften spricht von "Beugehaft"

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) kritisierte die Streiks scharf. BDF-Geschäftsführer Michael Engel nannte es "maßlos, dafür die Passagiere in Geiselhaft zu nehmen und Flüge ausfallen zu lassen". Der Streik sei ein Paradebeispiel dafür, wie einige hundert Beschäftigte zehntausende Reisende und zwei Betriebsstätten mit 30.000 Mitarbeitern in - so wörtlich - Beugehaft nehmen könnten.

haz/sc (dpa, afp, rtr)