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Wirtschaft

Flugbegleiter streiken Dienstag wieder

Die Fronten bleiben hart: Die Gewerkschaft der Flugbegleiter droht der Lufthansa mit neuen Streiks. Sie sollen am Dienstag stattfinden, wo genau ist noch offen.

Passagiere der Lufthansa müssen sich am Dienstag auf erhebliche Verspätungen und Flugausfälle vorbereiten. Für diesen Tag hat die Gewerkschaft der Flugbegleiter (UFO) angekündigt, ihren am Freitag auf dem Flughafen Frankfurt begonnenen Arbeitskampf fortzuführen.

Die Zentrale Streikleitung berate noch, wo und wann genau diese Streiks stattfinden werden, teilte die Flugbegleitergewerkschaft UFO auf ihrer Internetseite mit. Der Dienstag werde aber "sicherlich ausgeweitete Streiks in Bezug auf Orte und Zeiten beinhalten".

Festgefahrene Gespräche

Seit einem Jahr sind die Tarifgespräche zwischen der Lufthansa und der UFO festgefahren. Die Airline mit dem Kranich ist der Meinung, sie habe ihren Stewardessen und Stewards bereits ein “attraktives Angebot“ gemacht hat: 3,5 Prozent mehr auf dem Gehaltszettel, dafür soll das Personal aber auch länger arbeiten.

Die UFO fordert fünf Prozent mehr Lohn und hatte deswegen die Offerte der Lufthansa vor einigen Tagen zurückgewiesen. Die Begründung: Sie bedeute für die Belegschaft “massive Gehaltseinbußen". Außerdem fordert die Gewerkschaft, dass keine Stellen ins Ausland ausgelagert werden. Die Lufthansa aber hält derartige Einschnitte wegen der harten Konkurrenz von Billig-Fliegern wie Ryanair für unvermeidbar. 

Gestrandete Passagiere sitzen auf dem Fußboden am Frankfurter Flughafen Quelle: rtr

26.000 Fluggäste saßen am Freitag am Frankfurter Flughafen fest

Millionenschaden durch Streik am Frankfurter Flughafen

Welche Folgen ein Streik der insgesamt rund 19.000 Stewardessen und Stewards der Lufthansa hätte, hatte die UFO am vergangenen Freitag angedeutet: Von 5.00 bis 13.00 Uhr hatten 1000 Flugbegleiter am Frankfurter Flughafen ihre Arbeit eingestellt und Deutschlands größten Flughafen ins Chaos gestürzt: 26.000 Passagiere saßen fest, 190 Flüge fielen aus, allein die Lufthansa musste rund 20 innerdeutsche und europäische Flüge streichen und vorübergehend durfte in ganz Europa kein Flugzeug mehr Richtung Frankfurt starten. Teilweise musste der Frankfurter Flughafen sogar geschlossen werden.

Die vorübergehende Arbeitsniederlassung ihres Kabinenpersonals hat die Fluggesellschaft nach eigenen Schätzungen einen "niedrigen Millionenbetrag" gekostet. Bis Samstagvormittag war der Luftverkehr durch den Streik noch eingeschränkt. 19 Flüge fielen aus. Nachmittags habe sich der Betrieb laut Lufthansa jedoch weitgehend normalisiert.

haz/nem (dpa, rtr, dapd)