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Aktuell Welt

Flucht vor den Fluten in Australien

Katastrophale Überschwemmungen haben tausende Australier aus ihren Häusern an der Ostküste vertrieben. Die Rettungskräfte allein können das Chaos im Bundesstaat Queensland nicht mehr bewältigen.

Nach wochenlangem Sturm und Regen stehen weite Gebiete an der australischen Ostküste unter Wasser. Der Ministerpräsident des Bundesstaates Queensland, Campbell Newman, rief die Armee zur Hilfe, weil die örtlichen Rettungskräfte allein nicht mehr mit der verzweifelten Lage zurecht kämen.

Bislang wurde ein Mensch tot aus den Fluten geborgen, zwei werden vermisst. Weit über 1000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Vielerorts waren Menschen in ihren Autos oder Häusern eingeschlossen worden. Bei den Notrufzentralen liefen die Drähte heiß. Die Helfer konnten die Anrufe hilfesuchender Bürger kaum noch bewältigen.

Schon seit zwei Wochen werden die Menschen von Stürmen und Wolkenbrüchen heimgesucht, die der Zyklon Oswald brachte. "Wir kommen jetzt wirklich in eine Situation, wo wir große Auswirkungen haben", sagte Regierungschef Newman." Wir werden viel Unterstützung brauchen, vor allem bei den Aufräumarbeiten."

In Bundaberg, 370 Kilometer nördlich von Brisbane, ist der Fluss Burnett über die Ufer getreten. Auf einer länge von etwa einem Kilometer steht alles unter Wasser.

In Gympie südlich von Bundaberg spielten sich dramatische Szenen ab, als Menschen von ihren Hausdächern gerettet werden mussten. An übervollen Stauseen lief das Wasser über die Entlastungswehre, sodass jetzt neue Überschwemmungen am Unterlauf der Flüsse befürchtet werden.

Windböen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 120 Kilometern pro Stunde wurden in Brisbane gemessen. Dort wurden an einem Damm die Schleusen geöffnet und das Wasser ins Meer geleitet, um Raum für die ankommenden Wassermassen zu schaffen.

Vor zwei Jahren hatte der Deich die Flut nach starken Regenfällen nicht mehr zurückhalten können. Mehr als 20.000 Häuser wurden damals überschwemmt. Die australische Regierung sprach seinerzeit von der schlimmsten Naturkatastrophe, die das Land jemals getroffen habe.

uh/wl (dpa,afp)

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