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Wissen & Umwelt

Fluchen lindert Schmerzen

Mensch ärgere Dich nicht-Brettspiel (Foto: Bilderbox)

Mensch ärgere Dich nicht? Doch! Denn dann tut's weniger weh!

Sie lieben Wörter, die im Fernsehen immer mit einem schrillen Piepton kaschiert werden? Weiter so! Britische Forscher haben herausgefunden, dass Schimpfkanonaden Schmerzen erträglicher machen. Forscher der Universität Keele haben ihre Probanden gebeten, eine Hand so lange in fünf Grad kaltes Wasser zu halten, wie sie es ertragen können.

Und alle 67 Freiwilligen hielten das Eiswasserbad länger aus, wenn sie dabei immer und immer wieder ein Schimpfwort sagen durften. Bei Frauen nahm die Schmerzempfindung durch das Fluchen sogar noch stärker ab als bei den Männern.

Flash-Gallerie Symbolbild Schmerz Schrei

Eine eindeutige Erklärung haben die Forscher rund um Richard Stephens für das Fluch-Symptom noch nicht, aber eine Vermutung. Das Fluchen löse wahrscheinlich einen natürlichen Mechanismus zur Verteidigung oder Flucht aus. Der versetze den Körper in erhöhte Alarmbereitschaft, der Puls steige und erhöhe so möglicherweise die Bereitschaft zur Aggressivität. Die wiederum könnte dann helfen, die Schwächen im Zusammenhang mit Schmerz herunterzuspielen. Fluchen scheint in der rechten Hirnhälfte verankert zu sein, und dort Areale zu aktivieren, die Emotionen steuern.

Nicht umsonst ist Fluchen ja auch ein weltweites Phänomen. Und jetzt: schnell diesen Artikel ausdrucken und immer vorzeigen, wenn sich jemand über unflätige Äußerungen beschwert.

(sc/hat/dpa/wissenschaft.de/)

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