1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Floyd Landis verliert seinen Tour-Sieg

14 Monate nach der Tour der France 2006 verliert der amerikanische Radprofi Flyod Landis den Status als Tour-Sieger. Gleichzeitig wurde er für zwei Jahre gesperrt. Eine Möglichkeit bleibt ihm noch, den Titel zu retten.

Flyod Landis ist entsetzt (Foto: AP Photo/Jasper Juinen)

Aus und vorbei - Landis ist nicht mehr Sieger

Landis ist der erste Sportler in der 105-jährigen Geschichte der Tour, der nachträglich den Titel verliert. Knapp 16 Wochen nach seiner Anhörung vor der American Arbitration Association (AAA) ist der Radprofi wegen Testosteron-Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Als letzte Möglichkeit, die Sperre und die Aberkennung des Titels zu retten, bleibt dem 31-Jährigen nur noch der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne.

Klares Fehlurteil?

Oscar Pereiro ist nachträglich Tour-Sieger 2006(AP Photo/Alessandro Trovati)

Oscar Pereiro darf sich nachträglich nochmal freuen

Neuer Tour-Sieger ist der Spanier Oscar Pereiro. Der Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, Pat McQuaid, rief den Spanier als neuen Sieger aus und gratulierte dem deutschen Andreas Klöden, vormals Dritter, zum zweiten Platz. "Gemäß unseren Statuten werden wir ihn (Landis) aus der Siegerliste streichen und Oscar Pereiro als Gewinner führen", kündigte der Ire am Donnerstagabend (20.09.07) an.

"Es ist ein klares Fehlurteil", betonte Landis-Anwalt Maurice Suh. Landis selbst beteuert weiter seine Unschuld. "Dieses Urteil ist ein Schlag für jeden Athleten und Radsportler. Die AAA war unfähig, die Hauptpunkte der Anklage zu beweisen. Das zeigt, wie fehlerhaft dieses System ist. Ich bin unschuldig, und wir haben das bewiesen", ließ Landis über die ihn vertretende Kanzlei Gibson, Dunn & Crutcher mitteilen.

Der Titel ist erstmal weg

In der Tat bleiben Fragen offen. Eine Labor-Angestellte, die mehrfach positive Landis-Analysen vorgenommen hatte, hatte technische Fehler zugegeben. Das Gericht betonte aber, dass diese Mängel nicht ausreichten, um den positiven Test für ungültig zu erklären. Gleichzeitig räumten die Richter aber ein, dass der bei Landis durchgeführte Test nicht nach den Standards der Welt-Antidoping-Agentur WADA durchgeführt wurde.

Eine anschließende, präzisere und teurere Untersuchung habe aber eindeutig einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln ergeben. In ihrer Abstimmung hatten drei Juroren Landis mit 2:1-Stimmen schuldig gesprochen. Landis kann nun zwar das Urteil beim Internationalen Sportgerichtshof anfechten, "aber egal, ob er das macht oder nicht, wir werden ihm den Titel aberkennen", betonte Pat McQuaid vom Weltverband UCI. (mb)



Die Redaktion empfiehlt