Florida: Kongress beschließt neues Waffengesetz | Aktuell Amerika | DW | 08.03.2018
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Waffenrecht

Florida: Kongress beschließt neues Waffengesetz

Wieder ist der US-Bundesstaat Florida einem schärferen Waffenrecht einen Schritt nähergekommen. Das Repräsentantenhaus hat ein Gesetz verabschiedetet, welches das Mindestalter für Waffenkäufer auf 21 Jahre heraufsetzt.

USA Florida State Capitol in Tallahassee | Demonstration für Reform des Waffenrechts (Reuters/C. Hackley)

Nach dem Schulmassaker in Florida hatte es wiederholt Demonstrationen für schärfere Waffengesetze gegeben

Das nach dem Schauplatz des Schulmassakers von Parkland benannte Gesetz wurde mit 67 Ja- und 50 Neinstimmen gebilligt, wie der Sprecher des Repräsentantenhauses, Richard Corcoran, mitteilte. Am Vortag hatte der Senat von Florida einen entsprechenden Entwurf verabschiedet.

Der "Marjory Stoneman Douglas High School Public Safety Act" soll neben der Anhebung des Mindestalters bei Waffenkäufen unter anderem die Bewaffnung von Schulangestellten sowie Lehrern ermöglichen. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss es noch von Gouverneur Rick Scott unterzeichnet werden. Der Republikaner hat noch nicht mitgeteilt, ob er Widerspruch einlegen wird. Er hatte den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump abgelehnt, Lehrer mit Waffen auszustatten. 

Schießerei an Schule in Alabama

Fast zeitgleich mit der Verabschiedung des Gesetzes starb im Nachbarstaat Alabama eine 17-Jährige bei einer "unbeabsichtigten Schießerei" an einer Schule. Zwei weitere Personen seien bei dem Zwischenfall verletzt worden, berichteten US-Medien. Die Schüsse an der Huffman High School in Birmingham seien am Nachmittag nach Ende des Unterrichts gefallen, hieß es. Die näheren Umstände seien noch unklar, die Untersuchungen und Ermittlungen dauerten an.

Bei dem Amoklauf in Parkland Mitte Februar hatte ein früherer Mitschüler 17 Menschen mit einem Schnellfeuergewehr erschossen und 17 weitere verletzt. Der 19-Jährige wurde von einem Geschworenengericht wegen 17-fachen Mordes und 17-fachen Mordversuchs angeklagt. Überlebende des Massakers haben eine Kampagne zur Einschränkung des laxen US-Waffenrechts gestartet. Für den 24. März planen sie eine Großdemonstration in Washington.

hk/waz (dpa, afp, rtr)

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