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Aktuell Amerika

Florida fordert Notfalleinsatz wegen Zika

In dem US-Bundesstaat steigen die Zika-Infizierungen durch Mückenstiche. Floridas Gouverneur befürchtet eine rasche Ausbreitung. Die US-Gesundheitsbehörde rief Schwangere auf, Gebiete im Großraum Miami zu meiden.

Nach einem Anstieg der Zika-Übertragungen durch Mückenstiche hat Floridas Gouverneur Rick Scott einen Notfalleinsatz der US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) beantragt. Ein Notfallteam solle bei der Untersuchung und der Eindämmung der Neuansteckungen in Florida helfen.

Nachdem das Zika-Virus in der vergangenen Woche in den USA

erstmals nachweislich durch Mücken übertragen

worden war, sei die Zahl der so infizierten Menschen nun allem Anschein nach bereits auf 14 gestiegen, teilte Scott mit.

Warnung an Schwangere

In der vergangenen Woche waren es nur vier Infizierte gewesen, nun seien zehn neue Fälle bekanntgeworden, alle in Wynwood, einem kleinen Gebiet im Norden der Metropole Miami. Die US-Gesundheitsbehörde rief schwangere Frauen auf, das Gebiet zu meiden. Schwangere, die sich seit Mitte Juni in Wynwood aufgehalten haben sollten ihren Arzt konsultieren, hieß es weiter.

Zuvor hatten sich Menschen in den USA nur bei Reisen in von Zika betroffene Regionen sowie beim Sex mit einem infizierten Partner angesteckt. Gesundheitsexperten hatten aber schon länger befürchtet, dass

Mücken, die das Virus in sich tragen, die USA erreichen

und seine Ausbreitung somit deutlich vergrößern könnten.

Erstes Zika-Baby in Europa

Das Zika-Virus ist bislang vor allem in Mittel- und Südamerika und der Karibik verbreitet, wo es hauptsächlich durch Mücken übertragen wird. Es wird von der Ägyptischen Tigermücke (Aedes aegypti) übertragen. Für Erwachsene ist das Virus meist harmlos. Bei einer Infektion von Schwangeren kann es dagegen zu schweren Schädelfehlbildungen der Kinder führen und weitere neurologische Schäden auslösen. Allein in Brasilien kamen bislang 1700 Babys mit Missbildungen auf die Welt. In

Europa war Ende Juli erstmals ein Kind mit den typischen Fehlbildungen

zur Welt gekommen.

cw/uh (dpa, afpe)