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Kultur

Flirthilfe für Fantasielose

Am Valentinstag versichern sich Verliebte, Verlobte und Verheiratete gegenseitig ihre Zuneigung. Kleine Geschenke gehören dazu: Blumen, Pralinen und Parfüm – das sind die Klassiker. Doch es geht auch origineller.

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Valentinstag: Hüpfende Herzen warten auf Amors Pfeile

Am Tag der Liebenden klingelt die Kasse. Floristen und Parfümerien freuen sich am Valentinstag über saftige Einnahmen. Und jedes Jahr erfindet die Geschenkindustrie neue Wege und Möglichkeiten, dem oder der Liebsten die Treue zu schwören. Je origineller die Liebesbotschaft, desto besser. Das Angebot reicht von persönlich zusammengestellten Musik-CDs über Bettwäsche mit Herz-Motiv bis hin zu einer Sterntaufe auf den Namen des Partners. Letzteres ist allerdings nicht billig: Mindestens 159 Euro kostet das himmlische Geschenk.

Eine besonders pfiffige Verkaufsidee zum Valentinstag hatten Wissenschaftler am ukrainischen Weltraumzentrum in Jewpatoria. Für eine Gebühr von 15 bis 20 US-Dollar schicken sie Liebesbekundungen per Radioteleskop in die Weite des Universums. Die Valentinsgrüße werden an das Ende verschlüsselter Botschaften gehängt, mit denen die Wissenschaftler Erkenntnisse aus der Biologie und Mathematik an potenzielle Außerirdische übermitteln.

Liebesbriefe aus "Loveland"

Doch auch auf der Erde gibt es genügend Möglichkeiten, um am Valentinstag zu überraschen. Zum Beispiel mit Post aus "Loveland". So heißt ein Ort in Colorado in den USA, dessen Postamt jeden Brief, der dort eingeht, mit dem Ortsstempel "Loveland" entwertet. Einzige Voraussetzung: Der Auftraggeber braucht amerikanische Briefmarken. Der Liebesbrief mit den US-Marken muss in ein größeres Kuvert mit der Adresse: Postmaster, att.: Valentines, USPS, Loveland, CO 80537, USA, eingetütet werden.

Keine Frage: Romantische Liebesbriefe stehen auf der Wunschliste zum Valentinstag ganz oben. Wem dazu die richtigen Worte fehlen, der kann sich im Internet helfen lassen. Hier bieten virtuelle Poeten ihre Dienste an. Vorformulierte Standardtexte mit variablen Schreibstilen gibt es etwa bei "Liebster.de" und "Liebste.de" kostenlos und blitzschnell. Das Ergebnis ist aber eher witzig als romantisch. Vielleicht will der Anbieter deshalb auch keine Haftung für Risiken und Nebenwirkungen übernehmen. Wer es mit dem Briefe schreiben ernst meint und einen individuell formulierten Text wünscht, sollte sich an "Liebesbriefe.de" wenden. Hier bekommt man romantische Zeilen für etwa 33 Euro.

Flirtmaschine Internet

Das Internet bietet zahlreiche Starthilfen für fantasielose Flirter. Neben den obligatorischen Blumen- und Geschenkversandhäusern gibt es spezielle Valentinsseiten. "Yahoo" etwa bietet 93 kostenlose Online-Grußkarten mit Liebesmotiven: Von hüpfenden Herzen über verliebte Teddys bis hin zum schlafenden Amor. Natürlich kann man die Liebeserklärung auch gleich mit Bild aufs Handy schicken. Vorteil: Mundgeruch und Handschweiß haben beim elektronischen Turteln keine Chance.

Auch wer seinen Traumpartner noch nicht gefunden hat, kann es im World Wide Web versuchen. In Chat-Räumen und Herzblatt-Börsen flirten paarungswillige Internet-Surfer Tag und Nacht um die Wette. Auch die so genannten "Matching-Agenturen" haben in diesen Tagen Hochkonjunktur: Sie führen gegen Gebühr passende Partner zusammen.

Noch ein kleiner Tipp für alle, die den Valentinstag vergessen haben, und eine Beziehungskrise verhindern wollen: Die "Ausreden-Agentur" findet bestimmt eine passende Entschuldigung. Ab zehn Euro gibt es Lösungsstrategien für kleinere Missgeschicke.

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  • Datum 14.02.2003
  • Autorin/Autor Monika Dittrich
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3GAR
  • Datum 14.02.2003
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