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Wirtschaft

Flieger im Sinkflug

Die Pleite des siebtgrößten US-Flugunternehmens US-Airways hat die Aktien von Fluggesellschaften in ganz Europa sinken lassen.

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Ganz schön am Boden: Sub-ventionen halfen US Airways nicht

Mit US-Airways hat nach den Anschlägen vom 11. September das erste größere Luftfahrtunternehmen Insolvenzschutz nach Kapitel 11 des amerikanischen Schuldrechts gesucht. Und dies trotz der milliardenschweren Subventionen von US-Präsident Bush für die Flugbranche. In Frankfurt verlor die US-Airways-Aktie bis zum Nachmittag fast 80 Prozent. An der Wall Street war sie dagegen vom Handel ausgesetzt. Auch die Lufthansa-Aktie geriet in das von US Airways verursachte "Luftloch" und verlor 4 Prozent.

Lufthansa ein solides Unternehmen

Gefahren drohen der Kranich-Fluglinie nach Ansicht der weltweit führenden Kreditbewertungsagentur Standard and Poor's allerdings nicht: Die S&P-Analysten bewerten die Schulden der Lufthansa mit "BBB+", also mit Investmentqualität. Sie sehen die Lufthansa als weltweite Nummer zwei im Gütergeschäft und europäische Nummer zwei im Passagiertransport in einer guten Situation. Die finanzielle Position gehöre zu den stärksten der Branche, schreiben die Analysten. Ungemach könnte allerdings dem amerikanischen Lufthansa-Partner United Airlines drohen. Er versucht, eine Bürgschaft der US-Regierung für einen Kredit in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar zu bekommen.

Allgemeine Dax-Schwäche

Der Dax befand sich ebenfalls im Sinkflug. Er verlor 3 Prozent auf 3.647 Zähler. Mit MLP und Linde gab es nur zwei Gewinner. Am Neuen Markt hoben die Kurse auch nicht ab: Der Nemax50 gab 1,9 Prozent auf 492 Zähler nach.

Unter den großen Verlierern des Tages war die Allianz mit minus 5 Prozent. Die Börse befürchtet Belastungen durch die sintflutartigen Regenfälle der vergangenen Tage. Ein großer Teil der Schäden ist aber nach Angaben der Allianz gar nicht versichert. Es seien vor allem Gebiete betroffen, deren Bewohner nie mit einem Hochwasser gerechnet und daher keine Zusatzversicherungen abgeschlossen hätten. Die Schäden seien für die Allianz deshalb nicht so hoch, wie man auf den ersten Blick vermuten könne.

Zahlen gab es von Deutschlands zweitgrößtem Versorger, der RWE: Im ersten Halbjahr konnte das Essener Unternehmen seinen Betriebsgewinn um neun Prozent auf 2,2 Milliarden Euro verbessern. Vor allem das deutsche Stromgeschäft sei gut gelaufen, sagte Vorstandschef Dietmar Kuhnt. Mit diesem Halbjahresergebnis traf RWE die Erwartungen der Analysten. Die Aktien bewegten sich dementsprechend im Rahmen des gesamten Marktes und verloren 2,4 Prozent.

Rentenmärkte

Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen bei 4,37 Prozent fest. Am Freitag hatte sie 4,40 Prozent betragen.

Der Bund-Future legte entgegengesetzt zum Minus an den Aktienmärkten zu. Die Zukunftserwartungen an die deutschen Anleihen gewannen 0,2 Prozent auf 110,97 Punkte.

Devisenkurse

Nach den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank entsprach ein Euro:

0,9780 US-Dollar,

0,6386 Britischen Pfund und

116,53 Japanischen Yen

Die Dax-Kurse im Einzelnen, wie immer in Euro und ohne Gewähr:

Adidas-Salomon 76,50 -0,10
Allianz 128,10 -6,80
BASF 41,66 -1,29
Bayer 24,35 -1,12
Bay. HypoVereinsbank 20,75 -0,89
BMW 38,19 -0,01
Commerzbank 10,75 -0,06
DaimlerChrysler 43,75 -1,60
Degussa 31,90 -1,01
Deutsche Bank 60,00 -1,80
Deutsche Post 10,42 -0,08
Deutsche Telekom 11,16 -0,39
E.ON 50,88 -0,72
Epcos 14,35 -0,40
Fresenius Medical Care 32,00 -1,30
Henkel 66,60 0,00
Infineon Technologies 12,09 -0,27
Linde 45,85 +0,60
Lufthansa 12,80 -0,54
MAN 18,25 -0,91
Metro 26,55 -0,55
MLP 16,68 +0,16
Münchener Rück 194,02 -7,28
TUI 35,56 -0,89
RWE 75,75 -1,75
SAP 57,62 -2,98
Schering 46,65 -2,20
Siemens 12,78 -0,02
ThyssenKrupp 20,70 -0,36
VW 47,10 -0,90