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Aktuell Welt

"Fliegen war noch nie so sicher"

Trotz schwerer Flugzeugunglücke in jüngster Vergangenheit: Die Verkehrsfliegerei ist sicherer denn je, betont der Branchenverband IATA. Thema seiner Jahresversammlung war auch der Germanwings-Absturz.

Durchschnittlich habe es einen "Verlust" pro 4,4 Millionen Flüge im vergangenen Jahr gegeben, sagte Tony Tyler, Chef der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung, bei der Jahresversammlung der IATA in Miami. "Fliegen war noch nie so sicher wie heute", fuhr er fort.

"Außergewöhnliche Ereignisse"

Zwar sei die Flugsicherheit zuletzt immer wieder in den Schlagzeilen gewesen, räumte Tyler ein. Jedoch seien Unglücke wie das mysteriöse Verschwinden von Flug MH370 und der Abschuss von Flug MH17 über der Ukraine im vergangenen Jahr sowie die im März in den französischen Alpen verunglückte Germanwings-Maschine "außergewöhnliche Ereignisse". Jeder Verlust eines Flugzeugs sei "eine Tragödie", so Tyler. Die einzige Möglichkeit, die Opfer angemessen zu würdigen, sei es, "Fliegen noch sicherer zu machen". Neue Technologien und Praktiken brächten die Luftfahrt allmählich dem Ziel näher, "dass kein Flugzeug einfach so verschwindet", erklärte der IATA-Chef.

Tony Tyler (Foto: Reuters)

Tony Tyler

Über den deutschen Co-Piloten Andreas L., der die Germanwings-Maschine mit der Flugnummer 4U9525 absichtlich zum Absturz gebracht haben soll, sagte Tyler, niemand sei "vor psychischen Krankheiten gefeit". Die laufenden Untersuchungen zielten aber auch in diesem Punkt auf Verbesserungen ab.

Überführung startet

Zweieinhalb Monate nach dem Germanwings-Absturz soll an diesem Dienstag die Überführung der Opfer nach Deutschland beginnen. Auf dem Düsseldorfer Flughafen wird um 22.30 Uhr (MESZ) eine Lufthansa-Sondermaschine aus Marseille mit 30 Särgen erwartet. Gegen Ende der Woche sollen die ersten Opfer dann beigesetzt werden.

wa/kle (afp, dpa)

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