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Politik

Flüge wegen Terror-Warnungen gestrichen

Die US-Regierung hat am Samstag (31.1.2004) vor Terror-Anschlägen auf interkontinentale Flüge gewarnt. Sie versetzte damit hunderte von Reisenden in Angst. Mehrere Flüge über den Atlantik wurden gestrichen.

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Bleiben am Boden: Flugzeuge von British Airways in London

Die Fluggesellschaften British Airways und Air France haben am Samstag aus Sicherheitsgründen insgesamt sieben Flüge zwischen Europa und den USA abgesagt. British Airways (BA) strich vier Flüge von London nach Washington sowie in die Gegenrichtung und einen nach Miami. Air France lässt zwei Flüge von Paris nach Washington ausfallen.

Das US-Heimatschutzministerium hatte zuvor gewarnt, dass Flüge der beiden Gesellschaften in die USA erneut im Visier von Terroristen sein könnten. Amerikanischen Geheimdienstinformationen zufolge gebe es Hinweise, dass Flüge der BA von London nach Washington und der Air France von Paris in eine nicht näher bezeichnete US-Stadt mögliche Ziele seien. Die Situation ähnele jener um Weihnachten, als inmitten der erhöhten Alarmstufe Orange zwei British-Airways-Flüge von London nach Washington und sechs Air-France-Flüge zwischen Paris und Los Angeles abgesagt wurden.

Bedrohte US-Stadt

Ein Sprecher hatte zunächst auch die Air-France-Verbindung Paris / Los Angeles als erneut bedroht bezeichnet. Später erklärte er, die Drohung richte sich gegen eine nicht näher bezeichnete US-Stadt.

Eine Sprecherin von British Airways erklärte, Flug 223 von London nach Washington werde am Sonntag und Montag nicht starten, auch der Flug 222 von Washington nach London sei an diesen beiden Tagen gestrichen. Flug 207 nach Miami am Sonntag werde ebenfalls abgesagt. Der Schritt erfolge auf Empfehlung der britischen Regierung.

Ein Sprecher des britischen Verkehrsministeriums sagte, die Entscheidung sei "im Lichte eingegangener Informationen" getroffen worden. Die Sicherheit der Öffentlichkeit habe Vorrang.

"Tun, was die Behörden sagen"

Bei der Air France werden einer Sprecherin zufolge die Flüge AF026 nach Washington am Sonntag und Montag aus Sicherheitsgründen gestrichen. "Wir tun immer, was uns die Behörden hinsichtlich Sicherheitsmaßnahmen sagen", erklärte Veronique Brachet von der französischen Fluggesellschaft.

Brian Roehrkasse vom US-Heimatschutzministerium sagte, diesmal gebe es keine Pläne, die Alarmstufe zu erhöhen. "Wir bleiben aber besorgt über den Wunsch (des Terrornetzwerks) El Kaida, den Luftverkehr anzugreifen, insbesondere den internationalen Luftverkehr."

Geheimdienst-Informationen

Die US-Geheimdienste hätten in den vergangenen Wochen glaubwürdige Informationen über Drohungen gegen internationale Flugverbindungen erhalten. "Wir haben diese Informationen mit unseren internationalen Partnern geteilt, und wir werden mit ihnen zusammenarbeiten, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen", so Roehrkasse.

Bei der vorherigen Terrorwarnung während der Feiertage im Dezember hatte es stundenlange Verspätungen gegeben, weil Passagierlisten überprüft wurden. Die US-Regierungskreise erklärten, inzwischen sei die Überprüfung von Passagieren im Hintergrund soweit verbessert worden, dass sich lange Verzögerungen nicht mehr wiederholen müssten.

BA entschuldigte sich am Samstag bei den Passagieren für die erneuten Störungen. Die Sicherheit der Fluggäste sei aber "höchste Priorität". Einzelheiten der auf Geheimdienstinformationen beruhenden Warnungen würden aber nicht kommentiert. (mas)