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Frankreich

Flüchtlingslager in Nordfrankreich abgebrannt

An mehreren Stellen im Camp Grande-Synthe war Feuer gelegt worden. Zuvor hatten sich Kurden und Afghanen geprügelt - dann artete die Schlägerei in eine Messerstecherei aus.

Das Feuer entwickelte sich zu einem Großbrand, das Camp mit seinen 300 Holzhütten brannte vollständig nieder, wie Präfekt Michel Lalande mitteilte. Zehn Bewohner des Lagers unweit von Dünkirchen in Nordfrankreich wurden durch die Flammen verletzt. Die insgesamt 1500 Flüchtlinge, darunter viele Kurden aus dem Irak, wurden in Sicherheit gebracht. Sie sollen nun in anderen Notunterkünften unterkommen.

Frankreich Brand in Flüchtlingslager nahe Dünkirchen (Getty Images/AFP/P. Huguen)

Alle Flüchtlinge müssen das Lager verlassen

Vorausgegangen waren nach Angaben der Behörden schwerste Kämpfe zwischen afghanischen und kurdischen Flüchtlingen, bei denen sechs Menschen durch Messerstiche verletzt worden seien. Polizisten der Spezialeinheit CRS griffen ein. Daraufhin lieferten sich bis zu 150 Migranten Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften und bewarfen diese mit Steinen.

Frankreich Ankunft der Flüchtlinge im Flüchtlingscamp Grande-Synthe (Reuters/P. Rossignol)

Das Lager Grande-Synthe vor dem Feuer

Grande-Synthe erst 2016 eingerichtet

Das Flüchtlingscamp war erst im vergangenen Jahr errichtet worden. Viele der Menschen dort kamen aus den wilden Lagern in Calais, wo sie auf Möglichkeiten zur Weiterreise nach Großbritannien ausgeharrt hatten.

Innenminister Bruno Le Roux hatte Mitte März angekündigt, er wolle die Unterkunft in Grande-Synthe am Ärmelkanal so schnell wie möglich auflösen. Die Zustände dort bezeichnete er als unhaltbar und verwies auf ständige Prügeleien unter den Flüchtlingen.

se/stu (afp, rtr, dpa)

    

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