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Kultur

"Flüchtlinge" vor "Je suis Charlie" und "Grexit": Gesellschaft für deutsche Sprache kürt "Wort des Jahres" 2015

Es ist das beherrschende Thema unserer Zeit, so begründet die Gesellschaft für Deutsche Sprache ihre Entscheidung. "Flüchtlinge" landete vor "Je suis Charlie" und "Grexit" auf Platz eins der Liste.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden kürt seit 1977 regelmäßig Wörter und Wendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. Dass hier im Jahr 2015 das Wort "Flüchtlinge" die Nase vorn hat, überrascht wenig. Es stehe für das beherrschende Thema des Jahres, begründete die Jury ihre Wahl. Zudem sei es auch sprachlich interessant. Tendenziell klinge das Wort abschätzig: So seien auch ähnliche Wortbildungen - wie Eindringling, Emporkömmling oder Schreiberling - negativ belegt.

"Je suis Charlie" und "Grexit"

Auf Platz zwei der Wörter dieses Jahres kam "Je suis Charlie". Mit dem Spruch bekundeten nach dem Terroranschlag auf das französische Satireblatt "Charlie Hebdo" weltweit Millionen Menschen ihre Solidarität mit den Opfern. Auf den dritten Platz wurde "Grexit" gewählt – der Begriff beschrieb den zeitweise drohenden Ausschluss Griechenlands aus dem Euro. Außerdem wurde der Ausdruck zum Vorbild für ähnliche Schöpfungen wie "Brexit" (Austritt Großbritanniens aus der EU) oder "Schwexit" (Wechsel Bastian Schweinsteigers von Bayern München zu Manchester United).

"Wir schaffen das" auf Platz 10

Die GfdS wählte aus etwa 2500 Vorschlägen zehn Begriffe aus. Auf den Rängen vier bis neun folgen: Selektorenliste, Mogel-Motor, durchwinken, Selfie-Stab, Schummel-WM und Flexitarier. "Wir schaffen das", der vielzitierte Ausspruch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bezug auf die Flüchtlingskrise, schaffte es immerhin auf Platz zehn.

nf/pl (GfdS/reuters/dpa)

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