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Aktuell Europa

Flüchtlinge ertrinken in der Ägäis

Mindestens 18 Menschen sind beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Türkei ums Leben gekommen. Weitere 15 Personen habe die Küstenwache aus der Ägäis retten können, meldete die staatliche Agentur Anadolu.

Mit Schnellbooten und einem Hubschrauber werde nach weiteren Opfern gesucht. Die Menschen hätten versucht, über den Seeweg nach Griechenland zu gelangen. Zur Nationalität der Opfer machte Anadolu keine Angaben.

Die Meerenge zwischen der Türkei und dem EU-Land ist eine der wichtigsten Routen für Flüchtlinge und Migranten auf dem Weg nach Nordeuropa. Bei der gefährlichen Überfahrt zu den griechischen Inseln in der Ägäis kamen im vergangenen Jahr hunderte Menschen ums Leben. Allein in den vergangenen 24 Stunden gelang es der griechischen Küstenwache und den Booten der Grenzschutzagentur Frontex, mehr als 400 Migranten aus dem Meer zu retten. Mehrere hundert erreichten mit ihren Booten die griechische Küste.

NATO-Schiffe vor Einsatz in der Ägäis

Ein Ende November zwischen der EU und Ankara vereinbarter Aktionsplan führte bislang nicht zu einem deutlichen Rückgang der Flüchtlingszahlen aus der Türkei. Künftig sollen NATO-Schiffe Flüchtlingsboote orten und der türkischen Küstenwache melden, damit diese sie stoppt.

Der Einsatz ist an diesem Sonntag angelaufen. Das Flaggschiff des NATO-Verbandes, der deutsche Versorger "Bonn", ist nach Angaben der Bundeswehr im Einsatzgebiet eingetroffen. Der Verband hatte der Küstenwache schon vor Tagen zahlreiche Flüchtlingsboote gemeldet. Wegen Unstimmigkeiten zwischen der Türkei und Griechenland konnten die NATO-Schiffe nicht in das Einsatzgebiet zwischen der Insel Lesbos und der türkischen Küüste einfahren. Dadurch verzögerte sich der Einsatz.

Im Gegenzug dafür, dass die Türkei entschlossener die Überfahrten über das Mittelmeer unterbindet, hat die Europäische Union (EU) der Regierung in Ankara drei Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Flüchtlingskrise steht im Mittelpunkt des EU-Türkei-Gipfels am Montag in Brüssel. Die EU-Regierungschefs beraten sich mit dem türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu, um über das weitere Vorgehen in der Flüchtlingskrise zu verhandeln.

cgn/rb (afp, dpa, rtr)