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Aktuell Afrika

Flüchtlinge aus Südsudan an Grenze gestrandet

Nach erneuten Kämpfen sind Tausende geflüchtet - jedoch nur bis zur Grenze zum Nachbarland Uganda gekommen. US-Präsident Obama will militärisch helfen - seine Truppen sind im Südsudan aber nicht willkommen.

Als Folge der Kämpfe in dem Krisenstaat sind Tausende Menschen an der Grenze zum Nachbarstaat Uganda gestrandet. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Uganda ist mehr als 1800 Menschen die Flucht jedoch gelungen, zumeist abseits von offiziellen Grenzübergängen. Viele Flüchtlinge steckten allerdings noch auf der südsudanesischen Seite fest. "Wir erwarten Tausende weitere Menschen sobald die Grenzen wieder geöffnet sind", sagte UNHCR-Sprecher Charles Yaxley. Das UN-Flüchtlingshilfswerk hat im Grenzort Elegu ein provisorisches Flüchtlingscamp errichtet.

Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit vor einer Woche waren in der Hauptstadt Juba erneut Kämpfe zwischen regierungstreuen Streitkräften und Ex-Rebellen ausgebrochen. Dabei wurden Regierungsangaben zufolge binnen weniger Tage mindestens 270 Menschen getötet.

Obamas Militärhilfe nicht willkommen

US-Präsident Barack Obama hatte angekündigt, er wolle 200 Soldaten in den Südsudan schicken. Sie sollen US-Bürger und die US-Botschaft in der Hauptstadt Juba schützen. Präsident Salva Kiir hatte jedoch bereits am Donnerstag gesagt, dass keine weiteren internationalen Truppen im Land willkommen seien. Es gebe bereits über 12.000 ausländische Soldaten im Südsudan, kein einziger weiterer werde akzeptiert.

Der wieder ausgebrochene Konflikt im Südsudan beschäftigt auch die Afrikanische Union. Bei einem turnusmäßigen Treffen der Staats- und Regierungschefs der AU am Sonntag in der ruandischen Hauptstadt Kigali soll über die Gefahr eines neuen Bürgerkriegs in Afrikas jüngstem Staat beraten werden.

vk/qu (dpa, rtr, ap)

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