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Aktuell Afrika

Flüchtlinge aus dem Südsudan an der Grenze zu Uganda gestrandet

Die Kämpfe im Südsudan haben eine neue Fluchtbewegung in die Nachbarländer ausgelöst. Derweil wurden deutsche und andere EU-Staatsbürger aus der Hauptstadt Juba in Sicherheit gebracht.

Insgesamt habe es vier Flüge der Bundeswehr mit Transportmaschinen vom Typ Transall gegeben, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin mit. Auch die Mitarbeiter der deutschen Botschaft reisten aus und wurden nach Entebbe in Uganda gebracht. Die Vertretung in der Hauptstadt Juba wurde geschlossen.

Insgesamt hielten sich rund 100 Deutsche in dem ostafrikanischen Land auf. Die 15 Bundeswehrsoldaten, die im Rahmen eines UN-Einsatzes in Südsudan stationiert sind, bleiben dort. Neben deutschen Staatsangehörigen wurden auch EU-Bürger unter anderem aus Frankreich, Großbritannien, Malta, Polen, Zypern sowie Staatsangehörige aus Norwegen, den USA, Kanada, Australien, Kenia, Uganda und weiterer Staaten außer Landes gebracht.

Menschen steigen in ein Transportflugzeug ein (Foto: Twitter/Auswärtiges Amt)

Mit Transall-Transportflugzeugen der deutschen Luftwaffe wurden Botschaftsmitarbeiter und andere Ausländer ausgeflogen

Hunderte Tote allein an einem Tag

Die Hauptstadt Juba war am Wochenende von schweren Kämpfen zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar erschüttert worden. Die Gefechte ließen ein

Wiederaufflammen des Bürgerkriegs befürchten, der das Land seit Dezember 2013 zerrissen hat.

Allein am Freitag, dem ersten Tag der Gefechte, wurden laut Regierungsangaben mehr als 300 Menschen getötet.

20.000 Flüchtlinge wollen nach Uganda

Die Kämpfe haben erneut tausende Menschen in die Flucht getrieben. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sitzen schätzungsweise 20.000 Flüchtlinge an der Grenze zu

Uganda fest, die in dem Nachbarland Schutz suchen wollen.

Sie hoffen, über eine Brücke über den Fluss Unyama nach Uganda zu gelangen.

Eine Grenzöffnung für eine große Zahl von Südsudanesen erscheint jedoch unwahrscheinlich. Laut Augenzeugen auf der ugandischen Seite der Grenze, lassen die südsudanesischen Soldaten nur wenige Menschen passieren, und das auch nur, nachdem sie ihnen ihre Habseligkeiten weggenommen haben.

uh/haz (afp, rtr)

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