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Aktuell Deutschland

Flüchtiger Psychiatrie-Patient in Bremen festgenommen

In Bremen ist eine aufwändige Suchaktion nach einem psychisch kranken Mann unblutig zu Ende gegangen. Der 19-Jährige wurde am Hauptbahnhof der Hansestadt festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Auch die Feuerwehr war bei der Großfahndung in Bremen ausgerückt (Foto: dpa)

Auch die Feuerwehr war bei der Großfahndung in Bremen ausgerückt

Der Flüchtling aus Algerien war aus einem psychiatrischem Krankenhaus in der Nähe von Bremen entwichen. Wie die Polizei im niedersächsischen Diepholz mitteilte, hatte der Mann Beamten gegenüber mit der IS-Terrormiliz und dem jüngsten Amoklauf in München "sympathisiert". Während seiner Flucht aus der Klinik habe er gerufen: "Ich sprenge Euch in die Luft."

Kein Anti-Terror-Einsatz

Aufgrund dieser Äußerungen und der allgemeinen Sicherheitslage habe die Polizei so sensibel reagiert, erklärte ein Sprecher. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der junge Mann eine Gefahr für sich und andere darstellt, wurde eine umfangreiche Suchaktion gestartet. Es habe sich aber nicht um einen Anti-Terror-Einsatz gehandelt, betonte ein Bremer Polizeisprecher.

Während der Großfahndung gab es dann konkrete Hinweise darauf, dass sich der Gesuchte in einem Bremer Einkaufszentrum mit 66.000 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalte. Das Gebäude wurde evakuiert und stundenlang durchsucht, der 19-Jährige aber nicht gefunden. In die Psychiatrie war der junge Mann am vergangenen Sonntag eingewiesen worden, nachdem er sich im Polizeigewahrsam mehrfach selbst verletzt hatte. Er war wegen Hausfriedensbruch und Diebstählen festgenommen worden.

wl/mak (dpa, rtre, afp)