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Wirtschaft

Fischfangquoten in der Ostsee gesenkt

Die deutsche Fischfang-Flotte muss sich für das kommende Jahr auf erhebliche Einbußen einstellen. Nach einem mehrstündigen Verhandlungspoker einigten sich die EU-Staaten am Dienstagabend in Luxemburg auf neue Höchstmengen für die Fischerei in der Ostsee. Sie liegen zum Teil deutlich unter denen für dieses Jahr, wie die portugiesische Ratspräsidentschaft am Abend mitteilte. Die EU-Kommission hatte allerdings noch stärke Einschränkungen gefordert, um im Bestand bedrohte Fischarten wie den Ostseedorsch besser zu schützen. Unter anderem Deutschland und Dänemark lehnten dies aber strikt ab. Sie sahen durch die ursprünglich vorgeschlagenen Quoten die Existenz der deutschen Fischerei bedroht. Der in Luxemburg ausgehandelte Kompromiss sieht vor, dass die Quoten für den vom Aussterben bedrohten Dorsch in der westlichen Ostsee um 28 Prozent und in der östlichen Ostsee um 5 Prozent verringert werden. Zudem dürfen Fischer in beiden Fanggebieten nicht mehr so oft ihre Netze auswerfen wie in diesem Jahr. In der westlichen Ostsee muss die Zahl der Fangtage um 10 Prozent, in der östlichen Ostsee um 20 Prozent reduziert werden.