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DIHK rechnet mit 450.000 neuen Stellen

28. November 2016

Die deutsche Wirtschaft will im kommenden Jahr fast eine halbe Million neue Stellen schaffen. Das ergab eine Umfrage des DIHK. Gleichzeitig entbrennt ein Kampf um qualifiziertes Personal.

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Deutschland Azubis Berlin 2005
Schlosser-Azubis in BerlinBild: Getty Images

Die Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die in der Montagsausgabe der "Bild" erschienen ist, zeigt, dass vor allem in den Branchen Gesundheit und Pflege sowie Bildung eine große Nachfrage besteht. Dort wollen die Firmen im kommenden Jahr 150.000 neue Jobs schaffen. Im Handel und Gastronomiegewerbe könnten 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen, in der Industrie rund 30.000 Stellen.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte "Bild", der Beschäftigungsaufbau gehe damit in das zwölfte Jahr. Dabei sei der Fachkräftemangel mittlerweile das "Top-Risiko" für die Unternehmen. Das sei zugleich ein Grund für die höhere Nachfrage mancher Firmen. "Die Betriebe wollen sich qualifiziertes Personal sichern, bevor sich die Engpässe weiter zuspitzen", so Wansleben.

Flüchtlinge als Potenzial

Angesichts der gestiegenen Nachfrage wollen die Industrie- und Handelskammern ihr Engagement zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung fortsetzen. Vor zwei Wochen kündigte DIHK-Präsident Eric Schweitzer an, zusätzlich zu den bereits investierten 20 Millionen Euro weitere 15 Millionen bereitstellen zu wollen.

Schweitzer lobte die gute Kooperation vor Ort mit Arbeitsagenturen, Berufsschulen, den Städten und Gemeinden sowie Freiwilligeninitiativen. Eine Schwachstelle sei aber weiterhin der Spracherwerb. Deutsch lernten die Bewerber am besten begleitend zur Ausbildung und betriebsbezogen. Die in den Integrationskursen vermittelten Kenntnisse würden von den Betrieben vielfach als nicht ausreichend angesehen, erklärte der DIHK-Präsident.

djo/haz (dpa)