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Bundesliga

Finnbogason serviert Köln eiskalt ab

Nach seinen drei Toren gegen den FC Köln führt Augsburgs Stürmer Alfred Finnbogason die Torjägerliste in der Bundesliga an. Der Isländer ist nicht nur wegen seiner Staatsangehörigkeit ein ungewöhnlicher Spieler.

Kopfballtor. Elfmetertor. Abstaubertor. Drei Tore in einem Spiel. Der Namen Alfred Finnbogason ist bei den Bundesliga-Fans spätestens seit heute im Gedächtnis abgespeichert. Zumindest bei den Anhängern des 1. FC Köln. Der Stürmer des FC Augsburg hat beim 3:0 (2:0)-Erfolg den Europapokal-Teilnehmer nämlich im Alleingang in eine Krise gestürzt. Drittes Spiel, dritte Niederlage, und dann noch eine so deutliche.

Finnbogason ist derzeit der einzige Isländer in der Bundesliga. Zudem ist er wohl einer der wenigen Fußballprofis, der fünf Sprachen fließend spricht: Isländisch, Englisch, Spanisch, Niederländisch und Deutsch. Schwedisch und Italienisch versteht er auch. Der 28-Jährige ist bereits ganz schön viel in Europa herum gekommen - er hat schon in acht Ländern gelebt.

Fernstudium im Sportmanagement

Seit anderthalb Jahren spielt Finnbogason für den FC Augsburg. Anfang des Jahres 2016 kam er und sorgte mit seinen sieben Toren in der Rückrunde dafür, dass sein Klub nicht abstieg. In der vergangenen Saison plagte ihn eine Schambeinentzündung, so dass er kaum spielte - immerhin hatte er so mehr Zeit für sein Fernstudium im Sportmanagement, das er in diesem Sommer erfolgreich mit dem Master an der Johann-Cruyff-Universität in Barcelona abschloss. Jetzt hat er in dieser Saison in drei Spielen bereits vier Tore erzielt - und führt damit die Bundesliga-Torjägerliste vor Robert Lewandowski, Timo Werner und Mark Uth (je 3) an.

 Fußball FC Augsburg v 1. FC Köln - Bundesliga Alfred Finnbogason (Getty Images/Bongarts/S. Widmann)

Alfred Finnbogason (2.v.r.): Den Dreierpack-Ball behält er als Erinnerung

Gegen Köln gelang Finnbogason das erste Tor in der 22. Minute. Bei einer Flanke des Mannschaftskollegen Philipp Max waren die beiden Kölner Abwehrspieler Frederik Sörensen und Jonas Hector im Tiefschlaf. Finnbogason konnte in aller Ruhe den Ball ins Netz einnicken (22.). Nationalspieler Hector war auch beim zweiten Gegentor nicht ganz unbeteiligt. Er brachte Augsburgs Neuzugang Marcel Heller zu Fall. Schiedsrichter Tobias Stieler zeigte auf den Punkt. Und Finnbogason verwandelte sicher (33.).

Sein drittes Tor erzielte der Familienvater in der letzten Minute der regulären Spielzeit. Sergio Cordova traf nach einem Konter nur den Pfosten. Den Nachschuss machte Finnbogason dann rein (90.). "Super Spiel. Die Null gehalten, drei Tore geschossen, erster Heimsieg: Es kann nicht besser laufen", fasste Finnbogason seinen Sahnetag zusammen.