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Wirtschaft

Finanzmärkte trotzen EFSF-Abwertung

Einen Tag nach seiner Herabstufung hat der Euro-Rettungsschirm erfolgreich 1,5 Milliarden Euro aufgenommen. Mit Gelassenheit reagierte die EU-Kommission auf die Abwertung durch die Ratingagentur Standard & Poor's.

Das Bürogebäude der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor's in New York (Foto: dpa)

Die Meinung von S&P lässt die Märkte kalt

Der Schritt der amerikanischen Ratingagentur hat die Anleger nicht davon abgehalten, in den Rettungsfonds zu investieren. Bei einer Auktion von Geldmarktpapieren nahm der europäische Krisenfonds wie angestrebt 1,5 Milliarden Euro auf. Versteigert wurden sechsmonatige EFSF-Papiere. Mit 0,266 Prozent lagen die Zinsen sogar auf niedrigerem Niveau als die Rendite der umlaufenden Dreimonatspapiere des EFSF. Das Investoren-Interesse war rege. Das Angebot war dreifach überzeichnet, wie ein Sprecher in Brüssel mitteilte.

Standard & Poor's hatte den Fonds am Montagabend von AAA auf AA+ herabgestuft, nachdem sie den bisherigen Triple-A-Staaten und EFSF-Garantiegebern Frankreich und Österreich bereits am Freitag die Bestnote entzogen hatte.

EU-Kommission zeigt sich entspannt

Die EU-Kommission reagierte gelassen nach der Abwertung des Euro-Rettungsfonds. Ein Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn erklärte, dieser Schritt sei eine technische Folge der Herabstufung mehrerer Euro-Länder und belege keineswegs einen Vertrauensmangel. Die jüngste Auktion der Wertpapiere zeige, dass Märkte und Investoren weiter Vertrauen hätten.

Der Sprecher wies ebenso wie der deutsche Chef des Euro-Rettungsschirms, Klaus Regling, darauf hin, dass es sich bei Standard & Poor's nur um eine Einzelmeinung handele. Die beiden anderen großen Ratingagenturen Fitch und Moody's gäben dem Rettungsfonds nach wie vor die Bestnote, so dass seine Kapazität von 440 Milliarden Euro gesichert sei.

se/pg (dpa, rtr, dapd)

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